Salzgitter: Wieder in Gewinnzone, Umsatzprognose gestutzt

Salzgitter: Wieder in Gewinnzone, Umsatzprognose gestutzt

Salzgitter CEO Wolfgang Leese

Der Stahlkonzern Salzgitter kann sich über das erste positive Neun-Monats-Ergebnis seit 2011 freuen. Der Gewinnausblick wurde bekräftigt, Umsatzprognose allerdings mit dem Verweis auf die Flaute in der Stahlbranche nach unten korrigiert.

Der Salzgitter-Konzern hat seinen Neun-Monate-Zwischenbericht vorgelegt. Das Unternehmen feiert darin erste positive Neun-Monats-Ergebnis seit 2011. Zu diesem Turnaround trugen vor allem die zunehmende Wirkung des Restrukturierungsprogramms „Salzgitter AG 2015“ sowie Erträge aus dem Aurubis-Engagement bei. Gegenüber dem Abschluss des ersten Halbjahres verbesserte sich die Nettofinanzposition des Stahlunternehmens von 156 auf 270 Millionen Euro.

Gleichzeitig schraubt der Stahlkonzern allerdings die weiteren Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr zurück. "Nicht zuletzt wegen der zum Jahresende stets geringeren Produktions- und Absatzvolumina dürfte das vierte Quartal schwächer als der bisherige Ergebnisverlauf abschließen", heißt es in den der Aktionärsinformation. Die Ergebnisprognose wurde bestätigt, die Umsatzprognose allerdings zurückgenommen. "Unsere Umsatzvorschau passen wir aufgrund rohstoffpreisgetriebener Rückgänge der Walzstahlerlöse sowie wegen geringerer Absatzmengen nach unten an", gibt der Konzern bekannt. Vor Einmaleinflüssen im Rahmen des Jahresabschlusses gehen wir nunmehr für das Geschäftsjahr 2014 von einem Umsatz um 9 Milliarden Euro, einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 deutlich gesteigerten Vorsteuerergebnis, das sich Break Even nähert und einer wieder moderat positiven Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aus.

Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche ist dennoch Anlass,für Optimismus. Teilweise muss sich der Konzern allerdings damit begnügen, die Vorsteuerverluste gegenüber dem Vorjahr reduziert zu haben. zu den Problemfeldern gehören die Bereiche Grobblech / Profilstahl, Energie und Handel. Die Umsätze gab das Unternehmen in diesen Bereich als rückläufig oder stabil an, der Vorsteuerverlust konnte zumindest erheblich reduziert werden.

Im wichtigen Geschäftsfeld Technologie konnte Salzgitter die Margen verbessern, ebenso den Außenumsatz und den Gewinn vor Steuern. Bei den industriellen Beteiligungen ist das Vorsteuerresultat merklich positiv, es enthält 42,4 Millionen Euro Ertrag aus dem Aurubis-Engagement des Konzerns. Aurubis ist einer der größten Produzenten von Kupfer weltweit und der weltgrößte Kupferrecycler. Salzgitter hält 25 Prozent der Anteile an Aurubius. Die Aktie der Aurubis AG gehört dem Prime Standard-Segment der Deutschen Börse an und ist im MDAX, dem Europäischen Stoxx 600 und dem Global Challenges Index (GCX) gelistet.

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