RHI produziert weniger und erwägt Fabrik-Schließung

RHI produziert weniger und erwägt Fabrik-Schließung

Aufgrund "gesunkener Produktionsvolumina" erwägt der börsennotierte Feuerfesthersteller RHI die Schliessung einer Fabrik in Europa. In Österreich soll aber keiner der fünf Produktionsstandorte betroffen sein, betont das Unternehmen.

Beim börsennotierten Feuerfesthersteller RHI ISIN: AT0000676903) steht eine Fabrik in Europa auf dem Prüfstand. Es wird eine Schließung geprüft. Welches der 21 Werke in Europa betroffen sein könnte, darüber gab es am Mittwoch vom Konzern noch keine Angaben. Es werde aber keiner der fünf Produktionsstandorte in Österreich sein, wurde gegenüber der APA betont. Weltweit betreibt RHI zur Zeit 33 Produktionsstätten, davon 12 außerhalb Europas.

In einer Mitteilung zum dritten Quartal kündigte der Konzern Mittwoch früh an, dass RHI "aufgrund gesunkener Produktionsvolumina" derzeit im Rahmen eines Betriebsstättenkonzepts die Schließung eines Standortes in Europa prüfe. Die berichtete Betriebsergebnis-Marge (EBIT-Marge) könnte sich, so wurde mitgeteilt, "durch etwaige in diesem Zusammenhang stehende Restrukturierungskosten um rund 0,5 Prozentpunkte im Gesamtjahr 2014 reduzieren."

In den ersten neun Monaten ging der Umsatz des RHI-Konzerns um 3,3 Prozent auf 1,254 Mrd. Euro zurück. Das EBIT lag bei 97,4 Mio. Euro (Vorjahr: 164,1 Mio. Euro). Es enthielt heuer unter anderem Restrukturierungsaufwendungen aus der Schließung des Werks Duisburg. Im Jahr davor hatte das Ergebnis Nettoerträge aus der Beendigung des US-Chapter-11-Verfahrens von 76,2 Mio. Euro enthalten.

Die Aktie der RHI AG verlor im frühen Handel bis 10 Uhr um 3,67 Prozent auf 19,42 Euro; seit Jahresbeginn hat die Aktie um 13,88 Prozent an Wert verloren. Laut Bloomberg beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien über 8000 Mitarbeiter.

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