RHI zieht Bilanz: Weniger Umsatz, besseres Ergebnis

RHI zieht Bilanz: Weniger Umsatz, besseres Ergebnis

RHI-Vorstandschef Franz Struzl

Der börsennotierte Industriekonzern RHI hat im vergangenen Geschäftsjahr laut vorläufigen, ungeprüften Zahlen weniger Umsatz, aber mehr operativen Gewinn gemacht. Das EBIT blieb 2014 demnach leicht unter dem EBIT 2013.

Die börsennotierte RHI (ISIN AT0000676903)erwartet nach einem "schwierigen Jahr 2014" eine bessere Entwicklung: Der Auftragseingang habe sich in den vergangenen Monaten "erfreulich" entwickelt, die Maßnahmen zur Kosteneinsparung sollen greifen. Auch eine weitere Stärkung des US-Dollars gegenüber dem Euro lasse für Umsatz und EBIT positive Effekte erwarten.

Im derzeitigen makroökonomischen Umfeld wird eine Umsatzsteigerung von rund 3 Prozent zum Vorjahr sowie eine operative Ergebnis-Marge von rund 9 erwartet. Die operative Ergebnismarge für das Gesamtjahr 2014 betrage mehr als 8 Prozent nach 7,2 Prozent im Vorjahr.

Im vierten Quartal 2014 hat der Feuerfestprodukte-Hersteller laut heute veröffentlichter vorläufiger, ungeprüfter Zahlen besser als im Vergleichsquartal 2013 abgeschnitten und einen Umsatz von rund 465 Mio. (Q4/2013: 456,6 Mio.) und ein operatives Ergebnis von über 40 Mio. (18 Mio.) erzielt. Das 4. Quartal übertreffe damit umsatzmäßig das 3. Quartal 2014 um rund 12 Prozent und das 4. Quartal 2013 um rund 2 Prozent. Das EBIT für das vierte Quartal 2014 wurde nicht veröffentlicht. Im vierten Quartal 2013 lag das EBIT mit -53,0 Mio. Euro in den roten Zahlen.

Standort Kretz/Deutschland wird eingestellt

Im Zuge der Konzentration der Rohstoffaufbereitung werde die Fertigung am Standort Kretz in Deutschland eingestellt und in anderen RHI-Werken konzentriert. Daraus sollen jährliche Einsparungen von rund 3,5 Mio. Euro resultieren. Die "Optimierung der Rohstoffaufbereitung" führe zu einer einmaligen Ergebnisbelastung für das Jahr 2014 in Höhe von rund 10 Mio. und werde in den nächsten Jahren liquiditätswirksam.

Im Geschäftsbereich Glas lassen die schwierigen Marktbedingungen sowie weltweite Überkapazitäten bei schmelzgegossenen Produkten in den kommenden Jahren keine deutliche Verbesserung der Ergebnisse erwarten, heißt es in der Mitteilung. Daher seien 2014 Kosteneinsparungen in Höhe von 3,5 Mio. Euro eingeleitet worden. Zusätzlich werden zur Verbesserung der Kapazitätsnutzung bisher zugekaufte Rohstoffe für Anwendungen im Industrialgeschäft bereits im Jahr 2015 am amerikanischen Standort selbst produziert werden. Trotz dieser laufenden Maßnahmen sei per Jahresende 2014 eine Wertberichtigung bestehender Vermögenswerte in Höhe von rund 12 Mio. Euro erforderlich.

Im norwegischen Werk Porsgrunn seien in der neu errichteten Schmelzanlage im Jahresverlauf weitere Optimierungsmaßnahmen in der vorgelagerten Kausterproduktion erforderlich, um die angestrebten Kosten zu erreichen. Deshalb werde zwischenzeitlich die Produktionsmenge reduziert. Diese Maßnahmen sichern den Fortbetrieb des Standortes und werden den negativen Ergebnisbeitrag im Jahr 2015 halbieren, heißt es in der Mitteilung. Dennoch sei im Jahr 2014 eine Wertberichtigung der Anlagen in Höhe von rund 7 Mio. Euro notwendig.

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