Renault mit 2015 Rekordsatz - Abgasskandal drückt Aktienkurs

Renault mit 2015 Rekordsatz - Abgasskandal drückt Aktienkurs

Beim Absatz konnte der französische Autokonzern zwar glänzen: Mehr als doppelt so stark wie der Weltmarkt fällt das Wachstum aus. 2016 ist ein weiteres Plus angepeilt. Offen ist noch eine Stellungnahme zu den Abgaswerten, die vorige Woche die Aktie auf Talfahrt geschickt hat.

Boulogne-Billancourt. Renault will nach einem Rekordabsatz im vergangenen Jahr der Konkurrenz weiter davonfahren. "Unser Wachstum wird sich 2016 beschleunigen und wir werden unsere Position in all unseren Regionen verbessern", kündigte Vertriebschef Thierry Koskas am Montag an.

Die Sorgen der Anleger über eine Verstrickung in den Abgasskandal von Volkswagen konnte der französische Autobauer mit diesen Zielen allerdings nicht wegwischen. Die Aktie gab erneut nach und fiel vier Prozent. Noch am Montag wollte der Konzern einen Plan zur Verbesserung der Emissionen bei Dieselautos vorstellen.

Erst in der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass französische Behörden bei Renault zu Razzien wegen mutmaßlicher Manipulationen bei den Abgaswerten angerückt waren. Am Donnerstag war die Renault-Aktie zwischenzeitlich um 23 Prozent eingebrochen. Die laufenden Tests ergaben laut Renault keine Hinweise auf Betrügereien. Am heutigen Montag hat die Aktie erneut verloren und hält bei minus 1,24 Prozent.

2015 hatte der französische Autobauer dank neuer Fahrzeugmodelle wie bei den Geländewagen Kadjar und Captur 2,8 Millionen Autos und Transporter ausgeliefert - so viel wie niemals zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 3,3 Prozent. Damit wuchs Renault mehr als doppelt so stark wie der weltweite Automarkt, der ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnete. Die Franzosen bauten ihren Marktanteil in Europa aus und behaupteten ihre Position in den Schwellenländern.

In Europa stieg der Absatz des Peugeot-Konkurrenten 2015 um 10,2 Prozent, während der Markt um 9,4 Prozent wuchs. In Südamerika und Russland sah es für Renault dagegen nicht so gut aus. Allein in Lateinamerika schrumpfte der Absatz um fast 15 Prozent. Für frischen Wind soll im laufenden Jahr vor allem der günstige Mini-Geländewagen Kwid sorgen, der seit kurzem nur in Indien verkauft wird und ab umgerechnet rund 3.600 Euro erhältlich ist.

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