Rekord an der Wall Street: Dow Jones auf Allzeit-Hoch

Die USA scheint die große Krise endgültig überwunden zu haben. DIe Wirtschaft brummt wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr: Das beflügelt auch die Börsen. Am Tag vor Weihnachten 2014 hat der Dow Jones erstmals in seiner Geschichte die 18.000 Punkte-Marke überstiegen.

Rekord an der Wall Street: Dow Jones auf Allzeit-Hoch Rekord an der Wall Street: Dow Jones auf Allzeit-Hoch

Die US-Wirtschaft wächst so schnell wie seit elf Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,0 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Eine erste Schätzung hatte zunächst bei 3,5 Prozent gelegen, wurde dann auf 3,9 und nun auf den endgültigen Wert nach oben korrigiert.

Ein Grund für die Revision: Die Amerikaner konsumierten deutlich mehr als zunächst gedacht. Ihre Ausgaben legten um 3,2 Prozent zu, nachdem zunächst von 2,2 Prozent die Rede war. Zudem investierten die Unternehmen deutlich mehr. Hier gab es ein Plus von 8,9 (bisher: 7,1) Prozent.

Rekord an der Wall Street

Mit dem Aufschwung hat auch der Dow Jones Index (DJI) einen neuen Rekordwert erreicht. Am 23. Dezember 2014 kletterrte er erstmals in der Geschichte auf über 18.000 Punkte. Weige Minuten nach dem Börsenstart hatte er exakt 18.019,99 Punkte erreicht. Im laufenden Jahr hat der DJI somit bereits 8,96 Prozent an Wert gewonnen, auf ein Jahr hochgerechnet 10,57 Prozent und über die letzten fünf Jahre sogar um 72,14 Prozent.

Dow JOnes auf Rekordhoch

Der S&P-500 Index gewann 4,67 Punkte oder 0,22 Prozent auf 2.083,21 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verlor hingegen leicht um 3,14 Punkte oder 0,07 Prozent auf 4.778,29 Einheiten. Am morgigen Mittwoch findet noch ein verkürzter Handel statt.

Bereits seit Mitte der vergangenen Woche freuen sich die Anleger über die nach wie vor lockere Geldpolitik der US-Notenbank und treiben damit die Kurse auf neue Rekordstände. Am gestrigen Montag erreichten der Dow Jones sowie der S&P-500 bis Handelsschluss neue Höchststände. Ein großer Teil der aktuellen Erholung an der Wall Street sei zudem der Tatsache zu verdanken, dass der Ausverkauf an den US-Märkten im Vorfeld des Fed-Entscheids überzogen und unbegründet gewesen sei, sagte ein weiterer Marktbeobachter.

Nun rückt allerdings auch eine Zinserhöhung durch die Zentralbank Federal Reserve näher - zumal die Beschäftigung steigt und der Ölpreisrückgang Unternehmen wie Verbraucher entlastet. Die Fed hält den Leitzins seit Ende 2008 auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent. An den Märkten wird bisher frühestens Mitte 2015 mit einer Erhöhung gerechnet.