Raiffeisen Bank International zahlt für 2014 keine Dividende

Raiffeisen Bank International zahlt für 2014 keine Dividende

Raiffeisen reagiert auf das miserable Geschäftsjahr 2014: Es wird keine Dividende ausgeschüttet. Auch auf privat gezeichnetes Partizipationskapital erfolgt keine Ausschüttung. Das Staatsgeld ist seit Juni 2014 getilgt.

Wien. Nach dem Verlustjahr 2014 hat die börsennotierte Raiffeisen Bank International (RBI) nicht nur die Dividende auf das Aktienkapital gestrichen. Auch den noch offenen Rest an Dividendenzahlungen für das im Juni 2014 getilgte staatliche Partizipationskapital (PS-Kapital) und das wenig später getilgte privat gezeichnete PS-Kapital bleibt die Bank schuldig.

Die Frage der anteiligen PS-Dividenden im Jahr 2014 waren zuletzt mit den Aufsehern strittig gewesen. Bei Raiffeisen war längere Zeit eine Ausschüttung präferiert worden.

In einer Aussendung gab die RBI am Dienstag bekannt, für 2014 weder eine Dividende auf Aktien noch auf das staatliche oder private Partizipationskapital ausschütten. Diese Entscheidungen seien mit der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt abgestimmt. Grund sei das negative Ergebnis 2014.

Rückzahlung an den Bund

Am 6. Juni 2014 hat die RBI das vom Bund in der Finanzkrise gezeichnete Partizipationskapital (1,75 Mrd. Euro) zurückgezahlt. Am 10. September 2014 wurde auch das privat gezeichnete Partizipationskapital (0,75 Mrd. Euro) getilgt. Für den Zeitraum April 2009 bis Dezember 2013 wurden alle Dividenden auf das Partizipationskapital gezahlt.

Für die Zeit vom Jahresbeginn 2014 bis zur Tilgung im Sommer und Herbst 2014 gibt es nun keine Ausschüttung auf diese Kapitalinstrumente.

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