Preiswert spekulieren: 5 Fakten zu ETFs

Preiswert spekulieren: 5 Fakten zu ETFs

Mit "Exchange Traded Funds" (ETFs) kann man einfach und günstig in viele Märkte und unterschiedliche Branchen investieren; denn sie spiegeln 1:1 die Zusammensetzung eines Leitindexes, etwa des ATX, wider. Hier erfahren Sie mehr zu ETFs im Schnelldurchlauf.

1. So funktionieren ETFs

Exchange Traded Funds (ETFs) sind passive Indexfonds. Das heißt, in dem Fonds sind alle Aktien in der gleichen Zahl und Gewichtung enthalten wie in dem Index, den er abbildet. Ein ETF auf den ATX beispielsweise enthält genau die Aktien jener 20 Unternehmen, die im ATX aufgenommen sind. Hätte man einen ETF auf den ATX zu Jahreswechsel gekauft, dann wäre das Investment jetzt um knapp 15 Prozent mehr wert - so viel wie der ATX seither gestiegen ist.

2. Weshalb ETFS so günstig sind

Beim Kauf eines ETFs fallen in den meisten Fällen keine Gebühren an. Und die laufenden jährlichen Spesen liegen bei nur 0,20 bis 0,50 Prozent des Anlagevolumens. ETFs sind deshalb so günstig, weil kein aufwendiges Asset Management notwendig ist. Der Emittent muss lediglich den Index passiv, also ohne Zutun eines Fondsmanagers, abbilden.

3. So kann man den Wert beurteilen

ETFs werden wie alle anderen Wertpapiere an der Börse gehandelt. Sie zählen auch zum Sondervermögen. Das heißt, sie sind im Falle der Insolvenz des Anbieters gesetzlich geschützt. Der Emittent veröffentlicht laufend einen Net Asset Value (NAV), also den Wert aller in dem Fonds enthaltenen Aktien zu einem bestimmten Zeitpunkt. Durch den Vergleich des NAVs mit dem Kurs des ETFs kann man den Wert des ETFs selber bestimmen. Liegt der NAV über dem Kurs des ETFs, ist er unterbewertet.

4. Auf den Inhalt achten

Üblicherweise kaufen die Anbieter von ETFs die in dem Fonds enthaltenen Werte tatsächlich (physische Replikation). In manchen Fällen, speziell bei ETFs auf den Goldpreis, führen die Emittenten aber komplizierte Tauschgeschäfte mit anderen Kontrahenten aus, um Gold nicht physisch lagern zu müssen (synthetische Replikation). Hier ist Vorsicht geboten, da es bei einem rapiden Kurssturz des zugrunde liegenden Index dazu führen kann, dass der ETF in Zahlungsschwierigkeiten gerät, wenn man seine Anteile zurückkaufen möchte.

5. So findet man den richtigen ETF

Exchange Traded Funds sind dann eine gute Anlageform, wenn es an einer Börse oder in einer Branche einen klaren Trend gibt. Steigt zum Beispiel der ATX oder der Index von Konsumgüteraktien kontinuierlich an, kann man in einen entsprechenden ETF investieren. Gibt es in einer Branche oder an einer Börse einen uneinheitlichen Trend, also sowohl steigende als auch fallende Kurse, ist ein Investmentfonds besser. Der Fondsmanager kauft dann nur die besten Aktien des Marktes oder der Branche.

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