OMV: Analysten erwarten zum Halbjahr ein Plus

OMV: Analysten erwarten zum Halbjahr ein Plus

OMV-Vorstandschef Rainer Seele

Analysten gehen davon aus, dass der OMV unter ihrem neuen CEO Rainer Seele ein gutes erstes Halbjahr gelungen ist. Das Ebit könnte allerdings gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel niedriger ausfallen.

Für die am Mittwoch anstehenden Halbjahreszahlen der OMV rechnen die Analysten der Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB), Societe Generale (SocGen) und Barclays zwar mit Rückgängen auf operativer Ebene, unterm Strich dürfte bei dem heimischen Öl-und Gaskonzern aber etwas mehr übrig bleiben. Grund dafür seien vor allem starke Ergebnisse im Downstream-Bereich, sind sich die Experten einig.

Im Durchschnitt rechnen die Analysten für das erste Halbjahr mit einem um Lagereffekte bereinigten operativen Ergebnis (CSS Ebit) von 701,8 Mio. Euro. Das entspricht einem Rückgang im Vergleich zur Vorjahresperiode von 32 Prozent. Das zweite Quartal dürfte für die OMV insgesamt gemischt ausfallen, so die Erste-Group-Experten.

Im Upstream-Geschäft (Exploration und Produktion, E&P) würden nach wie vor die niedrigen Ölpreise auf den Einnahmen lasten und auch der Bereich Gas und Power (G&P) dürfte unter Druck geblieben sein. Grund dafür waren eine schwache Nachfrage nach Erdgas sowie sich verschlechternde "spark spreads" (Differenz von Strompreis und Gaskosten bei der Stromerzeugung), kommentieren die Erste-Analysten ihre Prognosen.

Erfreulichere Ergebnisse dürfte indessen die Sparte Raffinerien und Marketing (R&M) aufweisen. Eine starke Kapazitätsauslastung sowie hohe Raffineriemargen und Anstiege bei den Verkaufsvolumina dürften das Downstream-Geschäft im zweiten Quartal gestützt haben, sind sich die Spezialisten von Barclays, SocGen und Erste Group einig. Bereits im Ende Juli veröffentlichten Trading Statement der OMV für das zweite Quartal wurde diese Entwicklung sichtbar.

Der bereinigte Nettogewinn wird aber trotz des rückläufigen Ebits mit durchschnittlich 537 Mio. Euro um 7,0 Prozent höher prognostiziert als in der ersten Hälfte des Vorjahres. Die SocGen und die Erste Group erklären dies mit einer niedriger erwarteten Steuerquote sowie mit starken Zahlen bei der Beteiligung Borealis.

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