Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt

Die schlechten Vorgaben aus Asien haben auch Europas Börsen unter Druck gesetzt. Gegen 10:20 Uhr notierten der DAX und Euro Stoxx bereits mit 3 Prozent im Minus. Der Wiener ATX folgte dem Trend und notierte ebenso rund drei Prozent im Minus. "Es ist zu viel Öl auf dem Markt", lautet das Credo der Börsianer.

Hongkong/Frankfurt/Wien. Es kehrt keine Ruhe ein auf den Ölmärkten. Und die Preise rasseln weiterhin kräftig nach unten. Und damit auch die Kurse und Leitindices an den Weltbörsen. Kurz: Die Börsianer sind verunsichert.

Die Warnung der Internationalen Energieagentur IEA hatte am Dienstagabend noch davor gewarnt, dass der Ölmarkt im Überangebot zu "ertrinken" drohe. Und auch die OPEC- hat selbst ihren eigenen Ölpreis - ein Korb von zwölf unterschiedlichen Ölsorten - kräftig nach unten justiert. Das Angebot seitens der OPEC-Länder sowie anderer großer Förderländer ist und bleibt hoch. Zu hoch, wie die Experten sagen. Und eine Änderung scheint nicht in Sicht.

Die Zugewinne an Europas Börsen vom Dienstag waren somit nur ein Strohfeuer. Das Plus vom DAX in Frankfurt dreht heute wieder auf Minus 3 Prozent.

Asiens Börsen haben einem weiteren Aufwärtstrend einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Nikkei in Japan verliert heute 3,71 Prozent, der Leitindex Hang Seng in Hongkong schließt mit 3,82 Prozent minus. Chinesische Aktien standen unter Verkaufsdruck. In Main-China selbst ging der Shenzhener Aktienindex mit 1,5 Prozent Minus aus dem Handel.

Die neuerliche Talfahrt bei den Ölpreisen und anhaltende Sorgen um Chinas Wirtschaft wurden von Marktbeobachtern zur Begründung für die klaren Abschläge in Asien angeführt.

Das Fass WTI Crude notierte mit 3,83 Prozent im Minus bei 27,37 Dollar. Ein Barrel Nordsee-Öl ist mit 2,85 Porzet tiefer gehandelt bei 27,94 Dollar. Der OPEC-Preis wurde gestern einmal mehr gesenkt - um 33 Cent auf 23,85 Dollar.

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