Ölpreise drehen nach freiem Fall leicht ins Plus

Ölpreise drehen nach freiem Fall leicht ins Plus

Nachdem am Wochenende die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben wurden, droht nun noch mehr Öl in den Weltmarkt zu strömen. Der Ölpreis ist gegenüber dem Freitag zunächst um über zwei Dollar gesunken. Gegen Mittag näherte sich der Preis wieder der 30-Dollar-Marke.

Singapur. Mit dem ölreichen Iran kommt nun eine weiterer Player in den Ölmarkt zurück. Und die erste Konsequenz ist bereits sichtbar: Nach der Aufhebung von Handelssanktionen haben die Ölpreise am Montag in der Früh ihren Sinkflug fortgesetzt. Europäisches Rohöl der Sorte Brent kostet im Tief 27,70 US-Dollar (25,38 Euro) und damit so wenig wie seit November 2003 nicht mehr. US-amerikanisches Rohöl fiel bis auf 28,36 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2003.

Gegen Mittag drehte der Öl-Preis ins Plus: Im Mittagshandel kostete ein Fass Nordsee-Öl der Sorte Brent mit Lieferung im März 29,08 Dollar (26,65 Euro) und damit um 14 Cent mehr als am Freitag. Ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar verteuerte sich um 13 Cent auf 29,55 Dollar.

Zuletzt erholten sich die Preise etwas, lagen aber immer noch fast einen Dollar tiefer als am Freitag.

Im Vormittagshandel ist der Ölpreis auf Talfahrt gegangen - gegen Mittag drehte der Kurs wieder ins Plus und näherte sich der 30-Dollar-Marke.

Der OPEC Basket Preis, der sich aus insgesamt zwölf Preisen der Erdöl exportierenden Länder berechnet, notierte am Freitagfrüh bereits bei 25 Dollar. Am Montagnachmittag hat die OPEC den Preis ebenso gesenkt - um 1,04 Prozent auf 24,74 Dollar. bekanntgegeben.

Viertgrößten Ölreserven der Welt

Am Wochenende waren zahlreiche Sanktionen gegen Iran aufgehoben worden, nachdem die Internationale Atomenergiebehörde IAEA dem Land bescheinigt hatte, seinen Verpflichtungen aus dem Atomabkommen nachgekommen zu sein.

Für den Ölmarkt hat der Schritt große Relevanz, weil das ölreiche Iran bereits angekündigt hat, seine Rohölausfuhren um etwa 500.000 Barrel pro Tag hochzufahren. Damit dürfte das ohnehin hohe Weltangebot - Hauptgrund für den Ölpreisverfall - noch größer werden. Die Rohöl-Reserven des Iran werden auf rund 157,8 Milliarden Barrel (159 Liter) geschätzt. Dies geht aus Schätzungen der OPEC, von BP und des CIA World Fact Book hervor. Iran hat nach Venezuela, Saudi-Arabien und Kanada die viertgrößten Ölreserven der Welt. Die Reserven von Venezuela sind mit knapp 300 Milliarden Barrel Öl doppelt so groß als die des Iran.

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