Möglicher Aktiensplit treibt Netflix-Aktie auf Rekordhoch

Möglicher Aktiensplit treibt Netflix-Aktie auf Rekordhoch

Anleger lieben die Netflix-Aktie: Viele träumen davon, dass der Streaming-Dienst eines Tages das klassische Fernsehen ablösen könnte.

Seit Jahresbeginn verdoppelte sich der Wert der Netflix-Aktie um mehr als die Hälfte, nun könnten noch mehr Anleger zugreifen: Die Aktionäre genehmigten eine massive Erhöhung der Aktienzahl von 170 Millionen auf fünf Milliarden. Es wäre der erste Schritt zu einem möglichen Aktiensplit.

Die Aussicht auf einen Aktiensplit hat Netflix am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Papiere der Online-Videothek stiegen im vorbörslichen US-Geschäft um 0,8 Prozent auf 652,50 Dollar. Damit hat sich der Kurs seit Jahresbeginn fast verdoppelt.

Allein im ersten Quartal 2015 stieg die Nutzerzahl um rund 4,9 Millionen auf weltweit 62 Millionen. Netflix ist in mehr als 50 Staaten verfügbar, darunter 13 in Europa. Bis Ende 2016 will der Online-Streamingdienst laut Firmenchef Reed Hastings "komplett global" aufgestellt sein. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar (1,47 Milliarden Euro) zu. Der Gewinn sank hingegen von 53,1 auf 23,7 Millionen Dollar. Ein Grund dafür war der starke Dollar, der die Auslandseinnahmen bei der Umrechnung in die US-Währung niedriger erscheinen lässt.

Anfang 2015 lag die Netflix-Aktie bei 344 US-Dollar, bis Anfang Juni hat sie sich mehr als verdoppelt.

Inzwischen beträgt die Marktkapitalisierung über 39,15 Milliarden US-Dollar – bei einem Vorjahresumsatz von 5,5 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 267 Millionen Dollar.

Aktiensplit "zu gegebener Zeit"

Am Vortag hatte sich das Unternehmen von seinen Eignern die Genehmigung eingeholt, die Zahl der ausgegebenen Aktien auf fünf Milliarden von 170 Millionen auszuweiten. Firmenchef Reed Hastings werde nun "zu gegebener Zeit" einen Aktiensplit vorbereiten, sagte eine Netflix-Sprecherin.

Bei einem solchen Schritt bekommen Anleger für jeden gehaltenen Anteilsschein mehrere neue. Dadurch werden die Titel optisch billiger und für Kleinanleger attraktiver, da diese sich oft scheuen, mehrere hundert Dollar für eine einzige Aktie hinzublättern.

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