Milliarden-Fusion: Kraft Foods soll mit Heinz verschmelzen

Milliarden-Fusion: Kraft Foods soll mit Heinz verschmelzen

Kraft Foods soll mit Heinz Ketchup verschmelzen.

In den USA bahnt sich eine Milliarden-Fusion am Lebensmittel-Sektor an: Starinvestor Warren Buffett und die brasilianische Private-Equity-Firma 3G, die 2013 den Ketchuphersteller Heinz übernommen hat, wollen durch eine Verschmelzung von Kraft Foods und Heinz den drittgrößten Lebensmittelkonzern der USA schaffen. Das fusionierte Unternehmen solle "The Kraft Heinz Company" heißen.

Die Investmentgesellschaft 3G Capital ist am Kauf des US-Lebensmittelkonzerns Kraft Foods interessiert. Hintergrund ist die geplante Fusion von Kraft Foods mit dem vor allem durch sein Ketchup bekanntes Unternehmen Heinz. Durch die Fusion soll der drittgrößte Nahrungsmittel- und Getränkekonzern der USA entstehen. Weltweit würde der Kraft/Heinz Konzern auf Rang fünf liegen.

Die Beteiligungsgesellschaft 3G hat Heinz 2013 gemeinsam mit Starinvestor Warren Buffett für 23,2 Milliarden Dollar. Außerdem gehört 3G die Fast-Food-Kette Burger King.

Die Kraft-Aktionäre sollen mit 49 Prozent am fusionierten Unternehmen beteiligt sein, die Heinz-Eigner mit 51 Prozent. Die Kraft-Aktionäre sollen zusätzlich zu Aktien des neuen Konzerns eine Bardividende von 16,50 Dollar je Aktie erhalten, die von den Heinz-Eigentümern 3G Capital und Berkshire Hathaway finanziert werden soll.

3G rüstet sich seit geraumer Zeit für ein größeres Geschäft. Im November hatte die Private-Equity-Gesellschaft mitgeteilt, einen vierten Fonds für sogenannte "spezielle Investments" aufzulegen. Insider sprachen Anfang des Jahres davon, dass dieser Topf 5 Milliarden Dollar schwer sein solle.

Das internationale Geschäft von Kraft mit Marken wie Milka oder Philadelphia war 2012 in die Firma Mondelez (ISIN US6092071058) abgespalten worden. Die Kraft Foods Group (ISIN US50076Q1067) ist nur in Nordamerika vertreten. 2014 hatte das Unternehmen mit schleppendem Umsatz und sinkenden Gewinnen zu kämpfen. Im Dezember gab Vorstandschef Tony Vernon seinen Führungsposten auf und wurde von Verwaltungsratschef John Cahill beerbt.

Kraft hat dem Schluss-Kurs der Aktie vom Dienstag zufolge einen Marktwert von 36,06 Milliarden Dollar. Nachbörslich kletterte das Papier um bis zu 16 Prozent.

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