Kursdesaster bei steirischer AMS - Auftrag von Apple verloren?

Kursdesaster bei steirischer AMS - Auftrag von Apple verloren?

Verliert die steirsche AMS den Funkkontakt zu Apple?

Der steirische Micro-Elektronikhersteller AMS soll nach einem Bericht einer Schweizer Zeitung seinen lukrativen Vertrag von US-Konzern Apple verloren haben. Die Anleger werfen die Aktie auf den Markt, die Aktie geht auf Talfahrt. Erste Analysten haben bereits das Kursziel massiv gesenkt. Und die Kaufempfehlung zurückgezogen.

Graz Die Schweizer Zeitung "Finanz und Wirtschaft" berichtet, US-Computerkonzern Apple habe dem steirischen Zulieferer AMS (früher austriamicrosystems) einen lukrativen Auftrag entzogen. Künftig will sich demnach Apple mit Elektronik von der Konkurrenz NXP eindecken. Die Nachricht hat die Anleger geradezu schockiert. Am Mittwoch ist die Aktie auf Talfahrt gegangen. Fast 27 Prozent hat die Aktie zwischenzeitlich verloren. Gegen 11 Uhr notierte die Aktie an der Zürcher Börse bei 43,35 Franken mit rund 24 Prozent im Minus. Am Dienstag schlossen die AMS-Aktien noch bei 56,10 Franken.

AMS lehnte einen Kommentar zu dem Bericht über den angeblichen Auftragsverlust ab.

AMS-Aktie rutscht ab.

Und damit nicht genug: Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben das Anlagevotum für die Aktien der AMS von "Buy" auf "Hold" reduziert, das Kursziel zudem deutlich von 60 Schweizer Franken auf 40 Franken gekappt.

Apple will demnach die nächsten Geräte-Generation nicht mehr mit dem AMS-Nahfunk-Booster ausrüsten. Der US-Konzern wird die entsprechenden Teile von NXP beziehen. Für AMS würde der Verlust des Auftrags seinen wichtigsten Wachstumstreiber für die kommenden eineinhalb Jahre kosten. Das in Unterpremstätten bei Graz ansässige Unternehmen hatte sich zuletzt auf Nahfunk-Elektronikteile spezialisiert, die unter anderem in Smartphones, Tablet-Computer, in der Industrie oder auch in Autos zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus wurden die Aktien von der Liste der "Swiss Top Picks", der "Most Preferred Stocks"-Liste sowie der "European SMID Selected List" genommen.

Beim Gewinn je Aktie erwarten die Analysten 2,47 Euro für 2015 und 2,81 bzw. 3,41 Euro für 2016 und 2017. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,62 Euro für 2015 und 0,70 Euro bzw. 0,85 Euro für die beiden Folgejahre.

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