Der exklusivste Klub des Planeten

Der exklusivste Klub des Planeten

Norwegen: Dank seines Ölreichtums besitzt der skandinavische Staat den reichsten Sovereign Wealth Fund der Welt.

Sie sind immens reich und haben überall ihre Finger drin. Doch wegen ihrer weitgehenden Intransparenz und einiger Fehlinvestments geraten die größten Staatsfonds der Welt nun unter Druck.

Kaum zu glauben, was Katar alles gehört. Das reichste Land der Welt - BIP pro Kopf: 145.000 Dollar - hält substanzielle Beteiligungen an Großbanken wie Barclays, Credit Suisse, Santander oder der Agricultural Bank of China. Auch Shoppingtempel wie Harrods, Luxusmarken wie Tiffany, Hotels wie das Raffles in Singapur, Flughäfen wie Heathrow, Ölkonzerne wie Total und zum Drüberstreuen auch noch der TV-Sender Al Jazeera und die Fußballklubs Paris Saint-Germain und Málaga zählen zum 250-Milliarden-Dollar-Imperium der "Qatar Investment Authority“ (QIA), dem neuntgrößten Staatsfonds der Welt´.

Abgesehen von ein paar Anlage-Feinspitzen hat das bisher kaum jemanden vor den Ofen gelockt. Doch in den letzten Wochen ist dieser "Sovereign Wealth Fund“, so Experten, mit immensen Verlusten ins Rampenlicht gerückt. Der VW-Skandal hat seinen 17-Prozent-Anteil an Volkswagen um etwa 8,4 Milliarden Dollar entwertet. Der Aktienverfall des Rohstoffhändlers Glencore hat ihn fast drei Milliarden Dollar gekostet. Und in China hat Katar 650 Millionen Dollar verloren.

Durch dieses Zwölf-Milliarden-Dollar-Minus richtet sich nun der Fokus auch auf das überaus reiche, aber extrem undurchsichtige und abgeschottete Universum jener weltweit 88 Staatsfonds, die das Sovereign Wealth Fund Institute (SWFI) in Las Vegas, USA, penibel auflistet. Denn immer dann, wenn von großen institutionellen Investoren die Rede ist, haben sie ihre Finger drin.

Der Billionen-Dollar-Klub. Laut SWFI beläuft sich das Gesamtvermögen dieses wahrscheinlich exklusivsten Klubs des Planeten derzeit auf etwa 7,3 Billionen Dollar.

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