Immofinanz lehnt CA Immo/O1-Angebot ab

Immofinanz lehnt CA Immo/O1-Angebot ab

Die Höhe und auch andere Dinge passen den Vorständen Oliver Schumy (li.) und Eduard Zehetner nicht, um das Übernahmeangebot anzunehmen.

2,80 Euro pro Aktie hat die CA Immo mit ihrem russischen Investor O1 für die Übernahme der Immofinanz geboten. Der Immofinanz-Vorstand erneuert abermals, dass das Angebot zu niedrig sei. Die Bieterschlacht geht in die nächste Runde.

Wien. Die Übernahmeschlacht zwischen der Immofinanz und CA Immo ist um einen weiteren Höhepunkt reicher. Einmal mehr hat der Vorstand der Immofinanz den Begehrlichkeiten seines Konkurrenten CA Immo mit dessen Hauptinvestor O1 eine Absage erteilt. Das Übernahmeangebot in der Höhe von 2,80 Euro pro Aktie sei zu niedrig, teilt das Unternehmen am Dienstag per Aussendung mit. Die Immofinanz-Vorstände sowie der Aufsichtsrat des Unternehmens empfehlen daher seinen Aktionären, das Übernahmeangebot nicht anzunehmen.

„Das Angebot trägt dem Interesse aller Aktionäre der Immofinanz nicht angemessen Rechnung. Unter Berücksichtigung der laufenden Geschäftstätigkeit und des Geschäftsausblicks der Immofinanz kommt der Vorstand zu dem Schluss, dass der Angebotspreis von 2,80 Euro je Aktie nicht angemessen ist“, heißt es in der Aussendung.

CA Immo mit seinem russischen Investor O1 hatten bereits zu Jahresbeginn ein Teilangebot gelegt. Bereits mehrfach hat der per Ende April scheidende Immofinanz-Chef Eduard Zehetner - er geht in Pension - durchblicken lassen, dass die Angebote der Konkurrenz zu niedrig seien. Und gleichzeitig seinen Aktionären empfohlen, nicht auf das Offert der CA Immo/O1 einzusteigen. In einem Teilangebot hatte CA Immo mit Hauptaktionäre O1 angekündigt 13,5 Prozent der Immofinanz-Aktien zu übernehmen. Insgesamt ist das Offert 420 Millionen Euro schwer.

Von Februar bis April 2015 hat die Immofinanz-Aktie um 80 Cent oder 40 Prozent zugelegt.

Immofinanz-Chef Zehetner bezeichnete das Angebot als "lächerlich". Im Gegenzug hatte die Immofinanz Ende März nach zwei Übernahmeversuchen seiner Kontrahenten zum Gegenschlag ausgeholt. Seit 23. März steht ein Gegenangebot: Die Immofinanz will im Gegenzug 29 Prozent des Grundkapitals der CA Immo zum Preis von 18,50 Euro je Aktie kaufen. Vorläufig. Der Deal ist 530 Millionen Euro schwer. Eine Komplettübernahme der CA Immo durch die Immofinanz könnte in weiterer Folge durchaus möglich sein. "Wir machen einen Schritt nach dem anderen", meinte Immofinanz-Chef Zehetner noch im März, ohne sich in die Karten schauen zu lassen. die CA Immo hatte abgelehnt. "kein Interesse", hieß es nun diese Mal auf SEiten der CA Immo mit ihrem russischen Investor Boris Mints, dessen Unternehmen seinen Hauptsitz in Zypern hat.

Kurz nach der Ankündigung der CA Immo als Hauptaktionär einsteigen zu wollen, um deren Hauptaktionär O1 mit seinen derzeit 26 Prozent quasi den Wind aus den Segeln zu nehmen, zog Zehetner die nächste Karte. Zehetner will die Kontrollschwelle auf 15 Prozent absenken. Dies soll eine außerordentliche Hauptversammlung der Immofinanz-Aktionäre absegnen. CA Immo/O1 müssten dann bereits bei Überschreiten der 15-Prozent-Schwelle an alle Aktionäre ein Angebot legen. Im Übernahmegesetz wird dies beim Erreichen einer Beteiligung von 30 Prozent vorgeschrieben. Der Grund für die Zehetner-Taktik: Das wäre für CA Immo recht teuer. Statt des bisherigen Teilangebots von 420 Millionen Euro müssten CA Immo und O1 mindestens den aktuellen Börsenwert des Unternehmens bieten. Und dieser beläuft sich derzeit auf rund 3,0 Milliarden Euro.

Zehetner vermutet, dass seine Kontrahenten bereits auf rund zehn Prozent der Immofinanz-Aktien Zugriff haben. "Alles andere würde keinen Sinn ergeben", sagte der Immofinanz-Chef

Börse

Schwache Dividendenrendite bei Österreichs Börsecompanys

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt