Hewlett-Packard vor weiterem Personalabbau

Hewlett-Packard vor weiterem Personalabbau

Zweiteilung mit Hürden: Es sind bei HP zu viele Leute an Bord.

Der Computer-Riese Hewlett-Packard dreht weiter an der Kostenschraube. Und das bedeutet, dass der US-Konzern weitere Jobs abbauen will. Das Losungswort heißt Auslagerung. So sollen weitere Jobs abgebaut werden, um die eigenen Personalkosten zu senken. 1500 Jobs stehen in Deutschland einmal mehr zur Disposition.

Palo Alto (Kalifornien). Hewlett-Packard macht weiter bei der Umstrutkturierung. Nach der Aufteilung der Gesellschaft in zwei getrennte Bereiche und Personalabbau, soll weiter an bei der Belegschaft der Schnitt angesetzt werden.

Der neueste Clou: In Deutschland werden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur weitere 1000 bis 1500 Stellen abgebaut. Dies Jobs soll per Outsorucing an andere IT-Dienstleister verschoben werden. Betroffen sei der Bereich Enterprise Services in Deutschland, der sich mit IT-Outsourcing, Beratung und dem IT-Projektgeschäft befasst, bestätigte ein Firmensprecher auf Anfrage.

Codewort "Lieferverbund"

Der Konzern hat am Mittwoch die Mitarbeiter über die Pläne informiert. Sie sollen zum 1. Juli 2016 umgesetzt werden. HP wolle mit anderen Firmen einen Lieferverbund für Outsourcing gründen, um flexibler auf Kundenwünsche reagieren zu können. Mit welchen Firmen der Konzern zusammen arbeiten wird und wie die Auslagerung aussieht, sei noch nicht entschieden. Darüber will der Konzern in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat beraten. "Wir suchen nach Dienstleistern, die für uns einen Teil der Lieferkette übernehmen können", sagte der Sprecher.

Die angekündigte Umstrukturierung hat der HP-Aktie gut getan. Im vergangenen Monat hat se um über acht Prozent an Wert gewonnen.

Steuerliche Verschiebung

In Österreich wurde die Aufspaltung bereits vollzogen. Die beiden HP-Töchter berichten nun an weitere HP-Töchter, die im Niedrigsteuerland Niederlande ihren Sitz haben. Inwieweit HP in Österreich durch diesen Schnitt eine kräftige Steuervermeidung erzielt und somit die Steuerlast verschiebt und hierzulande Unternehmenssteuern senkt, wollte HP Österreich trotz mehrfacher Anfrage nicht beantworten.

In Deutschland beschäftigt HP noch etwa 9000 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten. Das Vorhaben stehe in Einklang mit der globalen Strategie von HP, sagte der Sprecher. Im Zuge seiner Aufspaltung will der IT-Konzern noch einmal bis zu 30.000 weitere Arbeitsplätze weltweit streichen. Das hatte der Konzern Mitte September angekündigt. HP ist gerade dabei, einen bereits 2012 eingeleiteten Abbau von 55.000 Arbeitsplätzen abzuschließen. Zuletzt hatte HP gut 300.000 Beschäftigte.

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