Verluste und Gewinnwarnung bei der FACC

Verluste und Gewinnwarnung bei der FACC

FACC Vorstandschef Stephan Walter

Wien/Ried im Innkreis - Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/15 mehr Umsatz gemacht, ist aber in die Verlustzone gerutscht. Das dritte Quartal war positiv. Für das Gesamtjahr rechnet der börsennotierte Konzern mit einem deutlich geringeren operativen Ergebnis, weil laufende Kundenverhandlungen wohl nicht zeitgerecht abgeschlossen werden können.

Von März bis November setzte FACC 381,8 Mio. Euro um, das ist ein Plus von 4,7 Prozent, wie aus dem Finanzbericht hervorgeht, der am Donnerstag im Vorfeld einer Pressekonferenz veröffentlicht wurde. Analysten hatten etwas weniger erwartet.

Ergebnisseitig schrieb der Konzern rote Zahlen: Das operative Ergebnis (Ebit) belief sich auf -9 Mio. nach +12,3 Mio. Euro, nach Steuern stand ein Verlust von 12,7 Mio. - nach einem Gewinn von 7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum - zu Buche.

Zum aktuellen Börsenkurs FACC ISIN AT00000FACC2

Turnaround

Im dritten Quartal schaffte FACC den Turnaround: Das Ebit legte auf +5,5 Mio. Euro zu, nach einem Minus vom 9,2 Mio. Euro im zweiten Quartal. "Es liegt jedoch vor allem aufgrund einer niedrigeren Verrechnung um Entwicklungsbereich unter dem Vorjahreswert von 12,3 Mio. Euro", erklärte der Konzern. Der Quartalsumsatz stieg von 136,6 Mio. auf 146 Mio. Euro.

Für 2015 geht FACC davon aus, dass der weltweite Luftverkehr wachsen wird. Trotz sinkender Rohölpreise fragten die Airlines kerosinsparendere Flugzeuge nach. Die FACC-Umsätze sollen im Gesamtjahr 2014/15 um einen einstelligen Prozentbetrag zunehmen, erwartet werden 580 Mio. Euro.

Im Vorjahr (2013/14) setzte das Unternehmen mit rund 3.000 Mitarbeitern 546,5 Mio. Euro um, das Ebit hatte 42,5 Mio. Euro betragen. FACC ist seit einem halben Jahr an der Wiener Börse notiert, Kernaktionär ist die chinesische staatliche Aviation Industry Corporation of China (AVIC).

Börse

Schwache Dividendenrendite bei Österreichs Börsecompanys

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt