EZB hat das Pulver noch nicht verschossen

EZB hat das Pulver noch nicht verschossen

EZB-Direktor Yves Mersch hat eineige Mittel parat, um die niedrige Inflation zu bekämpfen.

EZB-Direktor Mersch: "Wir können jederzeit nachlegen, sollte dies notwendig sein." Auch eine weitere Verschärfung des Strafzinses für Banken wird nicht ausgeschlossen.

Frankfurt am Main. Die Europäische Zentralbank (EZB) kann sich nach Einschätzung von Direktor Yves Mersch weitere Maßnahmen im Kampf gegen die niedrige Inflation vorstellen. "Wir haben keineswegs unser ganzes Pulver verschossen", sagte Mersch dem Magazin "International Bankers Forum" laut einer am Montag veröffentlichten Vorabmeldung.

"Wir können jederzeit nachlegen, sollte dies notwendig sein. Wir haben noch Munition und Feuerkraft", so Mersch. Die Notenbank kauft zur Stützung der Konjunktur derzeit monatlich Anleihen im Wert von 60 Mrd. Euro. Die EZB hatte Anfang Dezember beschlossen, die milliardenschweren Käufe um ein halbes Jahr bis mindestens März 2017 zu verlängern.

Mersch stellte eine weitere Verlängerung in Aussicht. "Das Programm läuft, solange es notwendig ist, um unser Ziel nachhaltig zu erreichen."

Auch eine weitere Verschärfung des Strafzinses, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken, schloss Mersch nicht aus. Banken müssen inzwischen 0,3 Prozent Zinsen zahlen. Damit soll die Kreditvergabe angekurbelt werden. "Theoretisch müssen die jetzt erreichten minus 0,3 Prozent nicht die Untergrenze sein", sagte Mersch.

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