Douglas: Aus dem Börsengang wird nichts

Aus dem Börsegang von Douglas wird nun doch nichts.

Ein Investor hat nun die Parfümeriekette Douglas übernommen.

Die Parfümeriekette Douglas wird nicht wie geplant an die Börse zurückkehren. Der Finanzinvestor CVC übernimmt das Unternehmen vom bisherigen Mehrheitseigner.

"Der Börsengang hat sich nur als zweitbeste Option für das Unternehmen herausgestellt", sagte Douglas-Chef Henning Kreke am Montag. Die Gründerfamilie Kreke bleibe mit einem Anteil von rund 15 Prozent an Bord. Als langfristig orientierter Partner werde CVC Douglas unterstützen, um auf Wachstumskurs zu gehen, sagte Kreke, der das Unternehmen weiter führen soll. Dazu gehörten auch Zukäufe..

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, betonte alle beteiligten Parteien. Zuletzt war mit Blick auf den ebenfalls geplanten Börsengang von einer Bewertung von Douglas von knapp drei Milliarden Euro die Rede gewesen. Douglas hatte eigentlich bis zur Sommerpause einen Börsengang angepeilt. Die Kette gehe nun mit einem neuen, starken Partner in die Zukunft, sagte Kreke

Douglas war vom Finanzinvestor Advent und der Gründerfamilie Kreke erst 2013 von der Börse genommen worden. Advent hatte sich damals 80 Prozent der Anteile gesichert, der Rest verblieb bei der Familie, die aktuell noch gut 16 Prozent hält. Advent und Kreke hatten mit umfangreichen Aufräumarbeiten im weitverzweigten Douglas-Reich begonnen.

Sie bauten unter anderem das Parfümeriegeschäft mit dem größten Zukauf der Unternehmensgeschichte - der französischen Kette Nocibe - aus und gaben den Süßwarenhändler Hussel, die Wurzel des Unternehmens, sowie den Schmuckhändler Christ an Finanzinvestoren ab.

Übrig sind die auch in Österreich vertretene Buchhandelskette Thalia und der deutsche Modehändler AppelrathCüpper - sie sind aber nicht Teil der Übernahme durch CVC und bleiben bei Advent und Kreke. Thalia steht Insidern zufolge ebenso wie AppelrathCüpper auf der Verkaufsliste. Zur Zukunft beider Ketten wollten sich Kreke und Advent nicht konkret äußern.

Douglas beschäftigt über 17.000 Mitarbeiter, ist mit mehr als 1.700 Filialen in 19 Ländern vertreten und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von rund 2,5 Mrd. Euro. Douglas wolle nun in den europäischen Märkten zulegen - aus eigener Kraft oder auch durch Zukäufe, sagte Kreke. Die Kette habe das Zeug dazu, eine "globale Marke" zu werden.

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