Dax-Vorschau: Die Anleger machen Kasse

Dax-Vorschau: Die Anleger machen Kasse

Der deutsche Leitindex Dax wird sich in der kommenden Woche wohl weiterhin rund um die 12.000 Punkte bewegen - denn nach den fulminanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen wollen die Anleger nun Kasse machen. Für Bewegung wird in den USA die Fed sorgen, in Europa bleibt Griechenland das Top-Thema.

In der Woche nach Ostern dürften die Anleger keine großen Sprünge wagen. Für Zurückhaltung sollte laut Börsianern vor allem die Ungewissheit über die US-Zinspolitik sorgen. Aber auch der festgefahrene Schuldenstreit mit Griechenland lässt die Anleger nicht los. "Nach der jüngsten Dax-Rally suchen Anleger immer wieder Gelegenheit, um Kasse zu machen", sagt NordLB-Analyst Tobias Basse. "Der Leitindex wird daher wohl weiter um die 12.000-Punkte-Marke pendeln."

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Seit Jahresanfang hat der Dax einen fulminanten Anstieg hingelegt. Er gewann bis zu 24 Prozent - so viel wie seit 2003 nicht mehr in einem Quartal. Vor dem langen Osterwochenende blieb der Dax mit rund 11.900 Punkten in Sichtweite seines jüngsten Rekordhochs von 12.219,05 Zählern, auf Wochensicht legte er etwa ein Prozent zu.

PROTOKOLLE DER US-NOTENBANK FED IM BLICK

Gespannt warten Anleger vor allem auf nächsten Mittwoch, wenn die US-Notenbank Fed Einblick in die Protokolle der März-Sitzung gibt. Investoren rätseln derzeit, wann die Fed die Zinswende in den USA einleitet und klopfen alle Erklärungen der Notenbanker genauestens auf mögliche Hinweise ab. Viele Experten rechnen bislang im Juni oder in den späteren Sommermonaten damit, dass das Zinsniveau in den USA von derzeit null bis 0,25 Prozent steigt. Voraussetzung dafür ist eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft - in den vergangenen Woche hatten die Konjunkturdaten allerdings eher enttäuscht. Bei dem am Montag anstehenden ISM-Index rechnen Analysten ebenfalls mit einem Rückgang.

Wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist, dürfte auch die nach Ostern beginnende Quartalssaison zeigen. Sie wird traditionell vom Aluminiumproduzenten Alcoa eingeläutet, der am Mittwoch nach Börsenschluss seine Zahlen präsentiert.

DROHENDE STAATSPLEITE GRIECHENLANDS LÄSST ANLEGER NICHT LOS

Ebenfalls im Fokus steht die drohende Staatspleite Griechenlands. Die Zeit werde langsam knapp, schließlich brauche Athen dringend zusätzliche Gelder, schreiben die Analysten der Helaba in einem Kommentar. Schon die Rückzahlung von rund 450 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) Mitte kommender Woche sei fraglich. Griechenland ringt seit Wochen mit seinen Euro-Partnern und dem IWF um die Auflagen für weitere Hilfskredite. Insgesamt wird das Land seit 2010 mit 240 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt. Bisherige Reformvorschläge Athens reichen den mit der Prüfung beauftragten Experten der EU-Kommission, des IWF und der Europäischen Zentralbank nicht aus.

Für Konjunkturoptimismus in Deutschland könnten nach Einschätzung der Commerzbank die Februar-Zahlen der Industrie (Mittwoch und Donnerstag) sorgen. Analyst Ralph Solveen rechnet hier mit deutlichen Zuwächsen, für die allerdings auch Sondereffekte wie die milde Witterung verantwortlich sein dürften.

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