DAX auf Rekordkurs: 10.000 Punkte-Marke wird fallen

DAX auf Rekordkurs: 10.000 Punkte-Marke wird fallen

Der Dax kennt derzeit nur eine Richtung: Nach oben.

Unglaubliuche Hausse: Der Dax hat seit Mitte Oktober wieder rund 15 Prozent zugelegt., nachdem es nach dem Alltime-High Anfang Juni erstmals die 10.000-Punkte-Grenze überschritten hatte. Nun braucht er nur noch wenig Impulse, um wieder auf Höchstand zu klettern.

Die Rekordmarke im DAX könnte in Kürze getoppt werden: Der deutsche Leitindex stieg am Donnerstag den elften Handelstag in Folge. Im frühen Handel gewann er 0,17 Prozent auf 9.932,64 Punkte. Somit fehlen ihm bis zu seinem Höchststand bei 10.050,98 Punkten vom Juni nur noch etwas mehr als 1 Prozent.

Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen zeigte sich kaum verändert mit minus 0,07 Prozent bei 17.020,76 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDAX bewegte sich mit minus 0,01 Prozent bei 1.342,23 Punkten ebenfalls kaum vom Fleck.

Experten sehen die Hoffnung auf eine noch weitere Öffnung der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank (EZB) als einen wesentlichen Treiber der jüngsten Aufwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt. Noch zwischen Mitte September und Mitte Oktober war der DAX wegen Konjunktursorgen steil auf Talfahrt gegangen und unter 8.400 Punkte gerutscht.

DAX: Auf Rekordkurs

Angesichts erneuter Spekulationen um weitere EZB-Geldspritzen dürfte genau auf die anstehenden Daten zu den deutschen Verbraucherpreisen geachtet werden, sagte IG-Marktstratege Stan Shamu. Zudem stehen Arbeitslosenzahlen, das Gfk-Konsumklima aus Deutschland sowie die Stimmungsindikatoren in Europa auf der Agenda.

"Außerdem dürften die Aussagen der europäischen Notenbanker sowie die Vorstellung des Finanzstabilitätsberichts der EZB gerade nach den Äußerungen des EZB-Vizes gestern von sehr großem Interesse sein", sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Vitor Constancio hatte breit angelegte Staatsanleihekäufe erst für das kommenden Jahr in Aussicht gestellt, falls die bisherigen Maßnahmen der Notenbank im Kampf gegen die niedrige Inflation nicht ausreichen sollten.

Unternehmensseitig stand vor allem die Aktie des Chipherstellers Infineon im Fokus, die nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen am DAX-Ende um 1,40 Prozent nachgab. Das Unternehmen blickt nach einem Gewinnsprung vorsichtig in die Zukunft.

Im SDAX gewannen die Papiere von C.A.T. Oil 1,08 Prozent. Zwar verfehlte der Ölindustrie-Ausrüster die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Umsatz im dritten Quartal, überraschte aber positiv beim Gewinn.

Die Anteilsscheine des Börsenneulings und künftigen MDAX-Kandidaten Zalando büßten 2,90 Prozent auf 22,575 Euro ein. Tags zuvor waren die Papiere des Online-Modehändlers in Erwartung baldiger Gewinne des Unternehmens um knapp 16 Prozent auf 23,25 Euro hochgesprungen. Damit hatten sie erstmals über ihrem Ausgabepreis von 21,50 Euro beim Börsengang Anfang Oktober geschlossen.

Die Wiener Börse hat sich heute, Donnerstag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit leichterer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde gegen 12.30 Uhr mit 2.291,36 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 4,99 Punkten bzw. 0,22 Prozent.

Börse

Schwache Dividendenrendite bei Österreichs Börsecompanys

Börse

Deutsche Bank fährt Rekordverlust ein: 6,7 Milliarden Euro

Börse

Ölschwemme bringt weltweit die Börsen auf Talfahrt