Wolford: Modefarbe Rot

Wolford: Modefarbe Rot

Der Einstieg in den chinesischen Markt zehrt am Ergebnis des Vorarlberger Strumpf- und Wäscheherstellers Wolford.

Im ersten Halbjahr 2012/13 (Mai bis Oktober) rutschte das börsenotierte Unternehmen sowohl operativ als auch unter dem Strich in die Verlustzone. Der Nettogewinn drehte von +1 Mio. Euro im Halbjahr 2011/12 auf -1,07 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (Ebit) war mit 0,68 Mio. Euro (nach +2,72 Mio. Euro) ebenfalls negativ.

Seit nunmehr eineinhalb Jahren versucht Wolford, in Asien Fuß zu fassen. Eine Tochterfirma wurde gegründet, Partner akquiriert. Der Einstieg verläuft jedoch schleppend, derzeit sind die Bregenzer dort mit sechs Shops vertreten. Fünf Partner habe man in der "Pipeline", so Wolford-Chef Holger Dahmen am Freitag zur APA. Demnächst soll in Shanghai eine eigene Distribution aufgebaut werden.

Neben der China-Expansion wirkten sich unter anderem auch deutlich höhere Mietaufwendungen, zusätzliche Werbungskosten sowie höhere Zölle negativ auf das Ergebnis aus, sagte Wolford-Finanzvorstand Thomas Melzer zur APA. Der Umsatz hingegen wuchs um 4 Prozent auf 76,59 Mio. Euro - teils aufgrund neuer Standorte, teils organisch.

Während Wolford in den wichtigsten Märkten Deutschland, USA (+15,5 Prozent) und Frankreich (+10,6 Prozent) kräftige Umsatzzuwächse erzielte, gingen die Erlöse am Heimatmarkt Österreich um 3,6 Prozent zurück. Verantwortlich dafür ist laut Dahmen der Umbau am Flughafen Wien-Schwechat (Stichwort Skylink). "Durch das neue Flughafenregime haben wir enorme Einbußen", beklagte Dahmen. "Dort, wo unsere Boutique ist, haben sie eine Sackgasse gemacht und die Passagiere umgeschleust. Früher waren wir mitten im Traffic", so der Wolford-Chef. Der Shop am Flughafen sei der beste und größte in Österreich gewesen. Auch in Italien und Spanien lief es für Wolford im Halbjahr schlecht.

Impulse erhofft sich der Strumpfkonzern nun auch durch das anziehende Weihnachtsgeschäft. Traditionell ist das dritte Quartal, bei Wolford von November bis Jänner, am wichtigsten. Für das Geschäftsjahr 2012/13 gehen die Vorstände von einem Umsatzwachstum und positiven operativen Ergebnis aus, das aber aufgrund höherer Expansions- und Marketingkosten voraussichtlich unter dem Wert von 2011/12 liegen werde, heißt es in der Pflichtmitteilung.

Wolford beschäftigt aktuell quer über alle Länder 1.611 Personen, 60 weniger als im Jahr davor. Der Strumpfhersteller baute im Vorjahr am Standort in Bregenz in der Produktion Personal ab. Seit April 2012 - zu diesem Zeitpunkt endet bei Wolford das Geschäftsjahr - habe sich der Personalstand um 19 Personen verringert. "Alles natürliche Abgänge", wie von den Vorständen betont wurde.

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