Wiener Börse jammert schon jetzt die zukünftige Regierung an

Wiener Börse jammert schon jetzt die zukünftige Regierung an

Unter anderm sollten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) steuerliche Anreize für den Börsengang und das Listing an der Börse bekommen. Die Gesellschaftssteuer sollte fallen, Eigen- und Fremdkapital gleich behandelt werden, damit Firmen mehr Eigenkapital aufbauen.

Bei den Erleichterungen durch den Wegfall der Gesellschaftssteuer wäre wohl nur ein zweistelliger Millionenbetrag nötig, erwartet die Börse. Nachdem die Kreditsteuer 2011 abgeschafft wurde, sei nicht einsehbar, warum nicht auch die Gesellschaftssteuer fallen sollte, die die Finanzierung von Eigenkapital teurer mache. Grundsätzlich fordert die Wiener Börse die Gleichstellung von Eigen- und Fremdkapital.

Die Börse würde sich, wenig überraschend, auch weitere Privatisierungen über die Börse wünschen. Es gebe nach einer Studie aus 2011 ein Potenzial von 25 Mrd. Euro durch Teilprivatisierungen (bis maximal 25 Prozent plus 1 Aktie) von Landesenergieversorgern, Flughäfen und anderen oder durch den Abbau von Beteiligungen an bereits teilweise privatisierten Firmen wie OMV, Telekom Austria oder Post. "Die Teilprivatisierungen der vergangenen beiden Jahrzehnte haben nicht nur zusätzliches Kapital an die Wiener Börse gebracht, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen erhöht. Gesamtwirtschaftlich waren die Privatisierungen ebenfalls ein Erfolg", schreibt die Wiener Börse am Montag in einer Aussendung.

Weiters hätte die Wiener Börse gerne die Abschaffung der Wertpapier-KESt für über zehnjährige Investments. Außerdem erhofft sich die Wiener Börse vom Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung und von einer Kapitalmarktausbildung in der Schule Verbesserungen. Insgesamt gehe es nicht so sehr um Geldbeträge als um einen Wandel in der Einstellung meint man bei der Börse.

Von den 99 Unternehmen, die mit Aktien oder Anleihen an der Wiener Börse gelistet sind, hängen laut einer heute veröffentlichte Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts 158.800 Arbeitsplätze direkt ab. Inklusive indirekter Effekte sind es insgesamt sogar 446.000 Jobs. Das sind 10,21 Prozent der Beschäftigung. Vor zwei Jahren seien es erst 8,4 Prozent gewesen.

Damit hängt eine Wertschöpfung von knapp 30 Mrd. Euro an diesen Firmen - 10,75 Prozent der Gesamtwirtschaft. Das ist noch nicht ganz die gleiche Wertschöpfung, die diese Unternehmensgruppe 2008, vor Beginn der Krise, hatte (damals 30,6 Mrd. Euro). Allerdings gehörten damals noch 120 Unternehmen zu der Gruppe.

Studienautor Herwig Schneider vom Industriewissenschaftlichen Institut geht laut "WirtschaftsBlatt" davon aus, dass über 65.000 KMU "mit Impulsen von den börsenotierten Unternehmen versorgt" werden. Davon profitieren vor allem der Sachgüterbereich (5,7 Mrd. Euro Wertschöpfung), Banken und Versicherungen (3,6 Mrd. Euro Wertschöpfung) sowie Kfz, Energieversorger und Bau mit je gut 2 Mrd. Euro Wertschöpfung.

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