"Werden deutsches Portfolio kaufen, mit Buwog verbinden und an die Börse bringen"

"Werden deutsches Portfolio kaufen, mit Buwog verbinden und an die Börse bringen"

FORMAT: Berlin gilt bei vielen Immokonzernen als Renditwunder. Wird das Wachstum 2013 dort anhalten?

Eduard Zehetner: Ja, die Stadt profitiert vom starken Zuzug aus Ostdeutschland und aus anderen Ländern. Und die Größen der Haushalte nehmen tendenziell ab, weil es immer mehr Singles gibt. Das verursacht zusätzlich einen Mehrbedarf an Wohnungen.

Wann hat die Immofinanz in Berlin zu investieren begonnen?

Zehetner: Die ersten Immobilien wurden 2007 gekauft. Ich habe dann Ende 2008 versucht das Berlin-Portfolio zu verkaufen, als die Preise total im Keller waren. Aber bald wurde klar, dass wir ein Portfolio, das wir um 130 Millionen gekauft haben, nicht um 85 Millionen verkaufen sollten. Diese Entscheidung war richtig. Mittlerweile sind die Immobilen zumindest wieder den Kaufpreis wert (lacht)– eigentlich eher mehr.

Wie hoch fallen die Renditen am Berliner Immobiliensektor aus?

Zehetner: Wir besitzen in Berlin ausschließlich Wohnimmobilien, die im Schnitt eine Rendite von 7,9 Prozent pro Jahr abwerfen. Insgesamt befinden sich 6,4 Prozent unseres Immobilienportfolios in Deutschland

Planen Sie diesen Anteil aufzustocken?

Zehetner: Ja. Wir entwickeln einiges in Deutschland auch im kommerziellen Bereich. Im Wohnbereich wollen wir ein German-Residential-Player werden. Wir werden ein Deutsches Portfolio kaufen, entwickeln und letztlich mit der Buwog verbinden und das Paket dann in zwei Jahren an die Börse bringen.

Ist es eigentlich schwierig gute Projekte in Deutschland zu bekommen, wenn man in Österreich sitzt?

Zehetner: Wir haben Kontakte vor Ort, die unsere Immobilien auch verwalten und betreuen. Seit Sommer diesen Jahres haben wir auch eine eigene Mannschaft, die wir aus dem Konkurs der Chamartín Meermann Immobilien übernommen haben.

Das GWB-Portfolio in Süddeutschland würde gut zur Immofinanz passen. Und mit 700 Millionen Cash könnten Sie sich das auch leisten. Werden sie zuschlagen?

Zehetner: Wir haben uns die Unterlagen besorgt und sind dabei zu prüfen. Ich darf sonst nichts mehr dazu sagen.

Würde die neue Buwog-Residential-Aktie dann in Deutschland oder Österreich an der Börse notieren?

Zehetner: Eine Deutsche Notiz wäre mir lieber.

Sind diese Pläne schon im Kurs der Immofinanz eingepreist?

Zehetner: Nein, weil dann müsste der Kurs über 5,60 Euro liegen.

Was Eduard Zehetner zur Finanzkrise, dem Zugang zu Krediten und möglichen Portfolio-Verkäufen der Immofinanz zu sagen hat, lesen Sie ab 20. Dezember im großen FORMAT "Trends 2013".

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