Wer wird Nachfolger von RBI-Chef Stepic?

Wer wird Nachfolger von RBI-Chef Stepic?

Insider und Medien haben bereits einige Persönlichkeiten ins Spiel gebracht. Mit dem neuen Chef der Raiffeisen Bank International stellt das Kontrollgremium auch die Weichen dafür, ob die Bank an ihrem Wachstumskurs in Osteuropa festhält oder sich künftig mehr auf ihren Heimatmarkt Österreich und die angrenzenden Nachbarländer konzentriert.

Im Folgenden eine Liste möglicher Kandidaten:

Karl Sevelda

Der 63-jährige Manager leitet als Stellvertreter von Stepic das wichtige Großkundengeschäft der Bank und könnte vorübergehend auf dem Chefsessel Platz nehmen, bis ein dauerhafter Nachfolger für Stepic gefunden ist. "Er ist eine extrem charmante Persönlichkeit. Er ist sozial sehr intelligent", sagte ein langjähriger Raiffeisen-Insider. Offen ist allerdings, ob er bei den Raiffeisen-Landesbanken gut ankommt. Sie kontrollieren über die RZB indirekt auch die RBI. Zwar teile Sevelda deren Zurückhaltung bei weiteren Zukäufen in Osteuropa. Er entspreche aber nicht dem von den Landesbanken gerne gesehenen "römisch-katholischen Jäger- und Bauerntyp", sagte der Insider. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler begann seine Karriere bei einer Tochter der heutigen Bank Austria.

Martin Grüll

Der 53-jährige Finanzvorstand der Bank gilt als kühler intellektueller Finanzstratege. Er steht seit langem an der Seite von Stepic an der Spitze der Bank und ist bei Investoren wohlbekannt. Seine Karriere hat er ebenfalls bei Raiffeisen begonnen, bevor er zur Bank Austria wechselte, wo er vor seiner Rückkehr zu Raiffeisen das Osteuropageschäft leitete. Viele Beobachter hatten ihn bereits in den vergangenen Jahren als Stepic-Nachfolger gesehen. Er teile in vielen Punkten die Ansichten des langjährigen Bankchefs, sagte ein RBI-Mitarbeiter. Das könnte ihn wiederum bei den Landesbanken unbeliebt machen, denen das rasche Wachstum in Osteuropa zu riskant ist. Zudem gilt er als wenig verwurzelt in der Raiffeisen-Basis.

Walter Rothensteiner

Der 60-jährige Rothensteiner ist seit fast 20 Jahren Chef der RBI-Mutter Raiffeisen Zentralbank (RZB) und in dieser Funktion Aufsichtsratschef der Osteuropatochter. Im Juni vergangenen Jahres hat er zudem die Funktion des Raiffeisen-Generalanwalts übernommen. Er wäre als Raiffeisen-Urgestein nach Ansicht einiger eine "natürliche Wahl".

Johann Strobl

Der 53-jährige Risikochef gilt als brillanter Manager. Nach Einschätzung von Beobachtern wäre es jedoch das falsche Signal, in turbulenten Zeiten wie diesen den Risikomanager zum Bankchef zu machen. "Das könnte ein Signal sein, dass es größere Probleme bei der Bank gibt", sagte ein Beobachter.

Andreas Brandstetter, Klaus Buchleitner, Heinrich Schaller

Die drei Manager - allesamt unter 55 Jahre alt - gelten längerfristig als mögliche RBI-Chefs. Sie könnten dort nach einem Interregnum von Sevelda das Ruder übernehmen.

Uniqa -Chef Brandstetter muss zuvor jedoch die für das laufende oder kommende Jahr geplante Börsenplatzierung des Versicherers über die Bühne bringen. Der Ex-ÖVP-Politiker hat mehrere Jahre das Raiffeisenverbands-Büro in Brüssel geleitet.

Der Chef der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Schaller hat erst vergangenes Jahr den Chefsessel in Linz übernommen. Davor war der langjährige Raiffeisen-Zentralbanker für einige Jahre Chef der Wiener Börse.

Buchleitner steht seit 2012 an der Spitze der mächtigen Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Sie hält mit 34,74 Prozent den größten Anteil am Spitzeninstitut Raiffeisen Zentralbank.

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