Warimpex: Hotel-Verkauf in Warschau hübscht Jahresbilanz auf

Der börsenotierte Hotelbetreiber und Immobilienentwickler Warimpex hat seinen Gewinn unterm Strich 2012 vor allem dank eines Hotelverkaufs in Warschau deutlich gesteigert.

Warimpex: Hotel-Verkauf in Warschau hübscht Jahresbilanz auf

Das Gesamtperiodenergebnis verdoppelte sich gegenüber dem Jahr davor fast von 6,4 auf 12,5 Mio. Euro, wie das Unternehmen heute, Donnerstag, ad hoc im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz bestätigte. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 73,6 Mio. Euro. Die Veräußerung des Hotel InterContinental in Warschau habe rund 11,6 Mio. Euro Gewinn gebracht. 50 Prozent daran hielt die Warimpex, die andere Hälfte die Porr-Tochter UBM.

Allerdings sei der Verkaufserlös nicht im operativen Ergebnis (EBIT und EBITDA) ersichtlich, erklärt das Unternehmen. Vielmehr werde es im Ergebnis aus Joint-Ventures im Finanzergebnis abgebildet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich um 14 Prozent auf 10,8 Mio. Euro, der Betriebsgewinn (EBIT) ging um 23 Prozent auf 7,4 Mio. Euro noch stärker zurück.

Die Verdoppelung des Nettogewinns führt Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch - neben dem Verkauf des InterContinental - auf die im abgelaufenen Jahr "deutlich höheren Umsätze in den Hotels" zurück, die letztlich auch bessere Ergebnisse gebracht hätten.

Des Weiteren habe Warimpex "Fortschritte beim Development" gemacht. "Es gibt wieder Finanzierungen - nicht so sehr in Österreich hat die Bereitschaft dazu zugenommen, sondern in Tschechien, Polen und Russland selbst findet man konkurrenzfähige Finanzierungen", sagte Jurkowitsch zur APA. Dies ermögliche es, Projekte weiterzuentwickeln und fertigzustellen. Insgesamt habe sich der Markt wieder "normalisiert und stabilisiert".

Im laufenden Geschäftsjahr 2013 will die Warimpex umsatzmäßig weiter zulegen. "Ich sehe ein Wachstum von bis zu 10 Prozent durchaus realistisch", so Jurkowitsch. Das Unternehmen arbeite heuer auch an einer weiteren Gewinnsteigerung. "Eine Ergebnisverbesserung von circa 10 Prozent würde ich schon sehen - unter dem Strich, auf das Gesamtperiodenergebnis bezogen", erwartet der CEO.