Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Mit dem Gemeinschaftsprojekt South Stream soll russisches Gas nach Österreich fließen. Die Krisenregion Ukraine soll dabei im Süden umgangen werden zu laufen. Neben der OMV wird nun auch die Voestalpine an der Pipeline verdienen. Der Stahlkonzern liefert 120.000 Tonnen Röhrenbleche für den Bau der Erdgas-Pipeline.

Neben der OMV (ISIN AT0000743059) wird auch der Voestalpine-Konzern (ISIN AT0000937503) bei der umstrittenen russischen Gas-Pipeline South Stream mit: Nach dem ersten, bereits ausgelieferten Auftrag für das russisch-europäische Pipelinevorhaben South Stream und „Rota 3“, einem Pipelineprojekt in Brasilien, werden nun 120.000 Tonnen sauergasbeständige, hochfeste Röhrenbleche für die zweite Röhre von South Stream bis Frühjahr 2015 geliefert.

Die Voestalpine hat den Auftrag über den langjährigen russischen Partner OMK erhalten, der rund die Hälfte seines Bedarfs an Grobblech für das Projekt aus Linz beziehen wird. „Darüber hinaus laufen aktuell weitere Gespräche für anspruchsvolle Pipelineprojekte“, teilt das an der Börse Wien notierte Unternehmen mit.

Der South Stream-Auftrag ist von den Sanktionen nicht betroffen, heißt es weiter. Auch die OMV hatte dies in den vergangenen Wochen mehrfach betont – im Juni hatte das österreichische Energieunternehmen während des Besuchs von Wladimir Putin in Wien den Bau des 200 Millionen Euro teuren letzten Teilstücks der Gaspipeline in Österreich besiegelt. Bei „South Stream“ handelt es sich um eine rund 2.300 Kilometer lange Pipeline, mit der russischen Gas nach Südosteuropa und Österreich geliefert wird – ohne über das Krisengebiet Ukraine zu laufen. South Stream ist ein Joint Venture von europäischen Unternehmen aus Italien, Deutschland, Frankreich und Österreich, sowie der russischen Gazprom.

Das Projekt findet nicht nur Befürworter – so forderte etwa Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace in Zentral- und Osteuropa, am Donnerstag im Gespräch mit der APA, dass „die "österreichische Bundesregierung sofort aus dem South-Stream-Vertrag aussteigt". Denn die Mitwirkung an der Gaspipeline schaffe mit 60 Prozent der Importe eine „starke Abhängigkeit“ von Russland. Außerdem sei South Stream aufgrund der „enormen Baukosten unwirtschaftlich“, aufgrund nicht eingehaltener Richtlinien derzeit „nicht genehmigungsfähig“ und könne die „strategische Umweltprüfung nicht bestehen“.

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