VIG hat Kriegskasse gut gefüllt

VIG hat Kriegskasse gut gefüllt

Vienna Insurance Group überlegt im Moment einige kleinere Zukäufe - für Akquisitionen stehen laut Chef Peter hagen rund 1,5 Milliarden Euro bereit.

Die Vienna Insurance Group (VIG) prüft derzeit zwei, drei kleinere Zukäufe. Dabei liege der mögliche Kaufpreis in jeweils zweistelliger Millionen-Euro-Höhe, sagte VIG-Chef Peter Hagen am Mittwoch vor Journalisten. Man sehe sich laufend etwas an. Seit Anfang 2000 habe die VIG mehr als 40 Gesellschaften übernommen, aber mindestens die doppelte Zahl abgelehnt. Speziell im Fokus hat Hagen die Region mit Baltikum, Polen, Ukraine, Rumänien und Bulgarien, für die mittel- bis langfristig das stärkste Wachstumspotenzial gesehen wird. Wie zu Jahresbeginn habe die VIG auch jetzt rund 1,5 Mrd. Euro für mögliche Akquisitionen in der "Kriegskasse", so Hagen.

Mittlerweile sei der Marktanteil der VIG in ihren Märkten (inklusive Österreich) bereits auf knapp 20 Prozent geklettert, verwies der Konzernchef auf nun vorliegende neue Daten zum Erstsemester. Im Sommer hatte Hagen den Anteil im Halbjahrspressegespräch noch mit 17 Prozent beziffert.

Das organische Wachstum könne die VIG selbst finanzieren. Mit neuen Aktien an die Börse zu gehen würde bei den jetzigen niedrigen Kursen keinen Sinn machen, auch wegen der Verwässerung für Altaktionäre. Da allerdings der Free-Float der VIG-Papiere mit rund 30 Prozent sehr niedrig sei, würde auch ein Aktienrückkauf keinen Sinn machen, "da mach ich es noch schlimmer", so Hagen. Die beste Kurspflege sei ein Werben bei Investoren mit Informationen.

Angesichts der Unsicherheit etwa durch die künftigen neuen Assekuranz-Kapitalvorschriften Solvency II, aber auch drohende Änderungen der S&P-Rating-Methoden ("nicht zu unserem Vorteil") "bringe ich unser Unternehmen sicher nicht in eine Situation, die Eigenmittel zu schwächen", betonte der VIG-Chef.

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