Verbund: Umsatz ging markant zurück

Verbund: Umsatz ging markant zurück

Durch die unter dem langjährigen Durchschnitt gelegene Wasserführung ging auch der Umsatz des Verbund im ersten Quartal markant zurück. Die Umsatzerlöse sanken um 21 Prozent auf 680 (862) Mio. Euro, teilte der größte heimische Stromkonzern am Mittwoch mit. Von der APA befragte Analysten hatten im Mittel 15 Prozent Minus erwartet.

Die Wasserkraft-Aufbringung des Verbund (ISIN AT0000746409) war mit 5.664 (6.741) GWh um 16 Prozent geringer (inkl. Bezugsrechte). Strom aus Wärmekraft gab es wegen der ungünstigen Marktbedingungen mit 657 (1.604) GWh um 59 Prozent weniger, dabei erzeugte das Gas-Kombikraftwerk Mellach lediglich 45 (284) GWh. Wind und Sonne steuerten 223 (138) GWh Strom bei.

Trotz der insgesamt um 23 Prozent auf 6.544 GWh gesunkenen Eigenerzeugung lag die Stromaufbringung mit 11.834 (12.962) GWh nur um knapp 9 Prozent tiefer. Grund dafür war vor allem der um beinahe 19 Prozent auf 4.312 (3.636) GWh ausgeweitete Fremdbezug aus Strom-Handel und -Vertrieb.

Der Stromabsatz des Verbund sank im ersten Quartal um 10 Prozent auf 10.965 (12.183) GWh. Dabei verringerte sich der Absatz an Endkunden um 6,3 Prozent auf 2.337 (2.493) GWh. Die erfolgreiche Marktoffensive habe 17.000 Neukunden gebracht, das Portfolio umfasse mehr als 322.000 Privatkunden, so der Verbund.

Der Absatz an Weiterverteiler schrumpfte um 5,5 Prozent auf 5.080 (5.377) GWh und an Händler sogar um 17,7 Prozent auf 3.548 (4.313) GWh. Die Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf lag mit 11.834 (12.962) GWh um 8,7 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2013.

56 Prozent des verkauften Stroms setzte der Verbund im 1. Quartal am österreichischen Markt ab - hier wuchs die Menge um 2,2 Prozent auf 6.096 GWh. Auf den deutschen Markt entfielen mit 4.090 GWh (-19 Prozent) immerhin 84 Prozent der im Ausland abgesetzten Mengen. In Frankreich ging der Stromabsatz um 45 Prozent auf 510 GWh zurück.

Die Stromerlöse des Verbund verringerten sich zum Jahresauftakt infolge der Mengen- und Preisrückgänge um 155 Mio. auf 556 Mio. Euro, erklärte das Unternehmen weiter. Der Personalaufwand wuchs um 5,6 Mio. auf 85,2 Mio. Euro, allein 2,8 Mio. Euro des Anstiegs resultierten aus der Vollkonsolidierung der Grenzkraftwerke GmbH und der Innwerk AG sowie der KV-Anpassung 2014; gegenläufig habe sich der externe Personalaufnahmestopp im Rahmen des Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms ausgewirkt. Der betriebswirtschaftliche Personalstand lag im Schnitt bei 3.260, um 2,5 Prozent höher.

Die Abschreibungen (auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) stiegen um 20,5 Mio. auf 96,3 Mio. Euro. Der Zuwachs erklärt sich überwiegend aus dem Erwerb von Anteilen an bayerischen Wasserkraftwerken infolge des Asset-Swaps mit E.ON im 2. Vierteljahr 2013 sowie aus den Inbetriebnahmen der Windparks in Rumänien und Deutschland 2013.

Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen betrugen heuer von Jänner bis März lediglich -0,1 Mio. Euro, nach -3,8 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Dies betraf heuer im Wesentlichen die Wertminderung des Windparks in Kavarna in Bulgarien, so der Verbund.

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