Verbund dreht Türkei-Strom ab

Verbund dreht Türkei-Strom ab

Der österreichische Energieversorger Verbund zieht einen Schlussstrich unter sein türkisches Abenteuer. Der Aufsichtsrat wird am 3. Dezember zustimmen, die Anteile am Stromkonzern Enerjisa an den deutschen Energieriesen E.ON zu verkaufen.

E.ON will im Gegenzug Wasserkraftwerke in Deutschland und Österreich an den Verbund abgeben. Nächste Woche wollen die Österreicher Mutmaßungen entgegentreten, das Volumen des Deals liege unter jenen 1,1 Milliarden Euro, die für den Erwerb der Enerjisa-Anteile 2007 plus nachfolgende Investitionen aufgewandt wurden – dass also der Türkei-Ausflug mit Verlust beendet werde. Die Kraftwerke der E.ON, so der Standpunkt des Verbund, seien mehr wert und würden ideal zum Geschäftsmodell als Wasserkraftkonzern passen.

CEO Wolfgang Anzengruber wird dennoch den krassen Strategiewechsel erklären müssen. Über Jahre wurde das Türkei-Engagement als größte Wachstumshoffnung gepriesen und betont, dass sich im harten Wettbewerb regionale Player auf Dauer nicht halten können. Genau das ist der Verbund aber jetzt wieder. Investitionen in heftig kritisierte türkische Braunkohle-Kraftwerke und Differenzen mit dem Enerjisa-Miteigentümer, der türkischen Familie Sabancı, trugen offenbar dazu bei, dass die Verbund-Führung der Mut verlassen hat, die Türkei-Strategie weiterzuführen.

Immerhin: Wertpapieranalysten der Credit Suisse haben das Kursziel für die Verbund-Aktie hinaufgesetzt.

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