Verbund hebt nach Geschäft mit E.On Ausblick für 2013 an

Verbund hebt nach Geschäft mit E.On Ausblick für 2013 an

Der Verbund hob wegen positiver Effekte aus einem Geschäft mit E.On seine Prognosen für 2013 an. Allerdings wies der Konzern darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen für Stromversorger in Europa in den vergangenen Wochen weiter verschlechtert hätten. "Die Großhandelspreise für Strom bleiben anhaltend unter Druck."

Statt der angekündigten 1,5 Milliarden Euro werde das teilstaatliche Unternehmen bis 2017 nur noch 1,2 Milliarden Euro in den Bau neuer Kraftwerke und Netze stecken, hieß es weiter. Anfang Mai hatte das Management das Investitionsziel bereits von 2,2 auf 1,5 Milliarden Euro gesenkt. Zugleich leitete Verbund Kostensenkungen in Höhe von 130 Millionen Euro für die Jahre 2013 bis 2015 in die Wege.

Der Abschluss des Asset Swaps mit E.ON führt laut Verbund zu sofortigen laufenden Cash-Zuflüssen und zu erheblichen positiven Einmaleffekten im Halbjahresergebnis von rund 1,3 Milliarden Euro. Daher werde nun für das Gesamtjahr 2013 mit einem operativen Ergebnis (Ebitda) von mindestens 1,15 Milliarden Euro gerechnet - das sind allerdings immer noch sieben Prozent weniger als 2012. Bislang hatte Verbund lediglich eine Milliarde Euro in Aussicht gestellt. Das Konzernergebnis dürfte sich 2013 auf mindestens 600 Millionen Euro belaufen und damit 54 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Zugleich soll für das Jahr 2013 unverändert eine Dividende von einem Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Im April hatte Verbund seinen 50-Prozent-Anteil am türkischen Energieunternehmen Enerjisa an E.ON übertragen. Im Gegenzug erhielten die Österreicher E.ON-Anteile an acht Laufwasserkraftwerken.

Verbund machen - wie der deutschen Konkurrenz - derzeit die sinkenden Großhandelspreise am Strommarkt und unrentable Gaskraftwerke zu schaffen. Die europäischen Strompreise sind durch die Einspeisung von subventioniertem Strom aus Erneuerbaren Energien und der schwachen Nachfrage wegen der Wirtschaftskrise deutlich gefallen. Außerdem lasten teure Lieferverträge für die Gaskraftwerke auf den Bilanzen der Energiekonzerne: Sie haben das Gas lange im Voraus zu hohen Preisen eingekauft. Der Einsatz von Gaskraftwerken rentiert sich bei den aktuell niedrigen Strompreisen daher kaum. Um das zu ändern, versuchen die Konzerne ihre Lieferverträge anzupassen und billiger an das Gas zu kommen. Im ersten Quartal ging das Verbund-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um gut ein Zehntel auf 312 Millionen Euro zurück, während der Umsatz um drei Prozent auf 862 Millionen Euro zulegte.

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