Valneva hat Probleme bei der Impfstoffentwicklung, Aktie stürzt ab

Valneva hat Probleme bei der Impfstoffentwicklung, Aktie stürzt ab

Schlechte Nachrichten für Aktionäre. Das heuer aus der Fusion von Intercell und der französischen Vivalis entstandene Biotech-Unternehmen Valneva gab gestern Abend Probleme bei der Impfstoffentwicklung bekannt. Die an der Wiener Börse zweitgelistete Aktie ist nun im Sturzflug.

Die gestern Abend veröffentlichte Zwischenanalyse der Valneva SE in der Wirksamkeitsstudie des Impfstoffkandidaten Pseudomonas aeruginosa hat einen Kurssturz an der Börse ausgelöst. Die Entwicklungspartner, Valneva und Novartis Vaccines & Diagnostics, haben Diskussionen zur Fortsetzung der Studie aufgenommen und folgen damit den Empfehlungen eines Data Monitoring Committee (DMC) nach dessen Analyse der bisherigen Zwischenergebnisse.

Das Problem: Das vorab definierte zwingende Mindestkriterium in Bezug auf den primären Endpunkt wurde nicht erreicht. Immerhin konnten aber in der Studie Unterschiede in der Sterblichkeit zu einer Kontrollgruppe festgestellt werden und es gab auch keine Bedenken zur Sicherheit des Impfstoffes. Das Projekt wurde dennoch vorerst gestoppt. Um die Fortsetzung der Studie zu ermöglichen werden mit dem DMC Änderungen im Studienprotokoll diskutiert. Bei einer Einigung könnte die Studie Anfang 2014 fortgesetzt werden.

Valneva-Präsident und CEO Thomas Lingelbach und Franck Grimaud, Chief Business Officer von Valneva, finden die Zwischenergebnisse dennoch für ermutigend und erklärten, dass die Fortsetzung der Studie die Perspektive für einen neuen Impfstoff gegen Spitalsinfektionen eröffnen könnte, der viele Menschenleben retten kann. Die Studie hatte zuvor einen positiven wissenschaftlichen Bescheid der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erhalten. Pseudomonas aeruginosa ist für rund 10 Prozent aller im Krankenhaus erworbenen Infektionen verantwortlich und steht somit an zweiter Stelle nach dem Staphylococcus aureus Erreger.

An der Börse löste das Verfehlen des Studienziels einen Kurssturz aus. Die Aktie, die im letzten Monat von 3,10 Euro auf 5,50 Euro gestiegen war, fiel in den ersten Handelsstunden des heutigen Tages auf 4,90 Euro.

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