UNIQA – besser geht's nicht

UNIQA – besser geht's nicht

Das Konzernergebnis legte um 150 Prozent von 30 auf 76 Mio. Euro zu, erwartet waren im Schnitt 65 Mio. Euro. Die UNIQA konnte das EGT auf 117 Mio. Euro verdoppeln - ohne einen Sondergewinn von 49 Mio. aus Hotelverkäufen hätte der Anstieg 14 Prozent auf knapp 68 Mio. Euro ausgemacht.

Erfolge wurden auch mit einer weiteren Absenkung der Combined Ratio erzielt, zudem gab es durchwegs ein Wachstum in der Lebenssparte.

Die gesamten verrechneten Prämieneinnahmen - samt Sparanteilen der Fonds- und Indexpolizzen in Leben - kletterten im Jahresabstand um 9,8 Prozent auf 1,664 Mrd. Euro. Dabei legten die laufenden Einnahmen um 4,5 Prozent auf 1,483 Mrd. Euro zu, und die Einmalerläge, dank Zuwächsen speziell in Norditalien, wuchsen um 88 Prozent auf 181 Mio. Euro.

Die verrechneten Prämien der Gesamtrechnung waren von Jänner bis März mit 1,500 Mrd. Euro um 8,7 Prozent höher als ein Jahr davor, die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt wuchsen um 11,4 Prozent auf 1,287 Mrd. Euro. "Wir sind im ersten Quartal in allen Segmenten und Regionen gewachsen - und haben unser Ergebnis verbessert", resümierte CEO Andreas Brandstetter in einer Ad-hoc-Mitteilung.

Bei der Schaden-Kosten-Quote in Schaden/Unfall, der Combined Ratio, wurde binnen Jahresfrist eine Verbesserung auf 98,3 (99,4) Prozent nach Rückversicherung und auf 95,2 (95,7) Prozent vor Rückversicherung erzielt.

Die Kapitalanlagen wuchsen bis 31. März auf 26,660 Mrd. Euro, ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber Ende 2012. Die Netto-Erträge daraus wuchsen im Jahresabstand auf 226 (200) Mio. Euro.

Der Market Consistent Embedded Value (MCEV) der UNIQA Group ist 2012 gegenüber 2011 um 86 Prozent auf 2,876 (1,545) Mrd. Euro gestiegen, teilte der Konzern außerdem am Freitag mit. Auch hier wurden die Vorjahreswerte wegen des seither erfolgten Verkaufs der deutschen Mannheimer angepasst. Der MCEV beziffert den Wert des Bestandes an Versicherungsverträgen und setzt sich aus dem Nettovermögen für die Sparten Leben, Kranken und Schaden/Unfall sowie dem aktuellen Wert der künftigen Erträge aus dem Bestand an Lebens- und Krankenpolizzen zusammen. Berücksichtigt wurde dabei das LV- und Krankengeschäft der UNIQA in Österreich, Italien, Polen, der Slowakei, Tschechien und Ungarn.

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter der UNIQA-Gruppe sank im ersten Quartal auf 14.219 - vornehmlich durch den Verkauf der Mannheimer-Gruppe -, ein Jahr davor waren es noch 15.153 gewesen. Zuletzt waren 6.115 (6.192) im Außendienst-Vertrieb tätig, die Zahl der Mitarbeiter in der Verwaltung verringerte sich auf 8.104 (8.961).

Starkes Wachstum in Leben, Plus auch in Österreich

In der Lebensversicherung steigerte der UNIQA-Konzern die Einnahmen im ersten Quartal gemessen an den verrechneten Prämien um 23,5 Prozent auf 623,6 Mio. Euro, wobei die laufenden Prämien um 8,3 Prozent auf 442,4 Mio. Euro zulegten.

Von den 623,6 Mio. Euro entfielen 167,8 Mio. Euro verrechnete LV-Prämie auf das Segment UNIQA Österreich, ein Plus von 7,8 Prozent. Die laufenden Prämien legten hier um 5,1 Prozent auf 157,5 Mio. Euro zu, und die Einmalerläge kletterten im Jahresabstand um 77,1 Prozent auf 10,3 Mio. Euro.

Im Segment Raiffeisen Versicherung (RV) nahmen die verrechneten LV-Prämien um 10,5 Prozent auf 200,1 Mio. Euro zu, die laufenden Prämien um 8,2 Prozent auf 186,5 Mio. Euro und die Einmalerläge um 55,3 Prozent auf 13,6 Mio. Euro.

Im Segment UNIQA International stiegen die verrechneten LV-Prämien um 91,7 Prozent auf 252,7 Mio. Euro, die Einmalerläge im selben Ausmaß auf 157,3 Mio. Euro. Die laufenden LV-Prämien wuchsen um 15,3 Prozent auf 95,4 Mio. Euro. In CEE erhöhten sich die LV-Einnahmen um 31,6 Prozent auf 104,5 Mio. Euro, darunter die laufenden um 20,6 Prozent auf 66,5 Mio. und die Einmalerläge um 56,8 Prozent auf 38,0 Mio. Euro. In Westeuropa stiegen die LV-Prämien um 73,5 Prozent auf 148,2 Mio., dabei die laufenden um 4,8 Prozent auf 28,9 Mio. Euro und die Einmalerläge mit 119,3 Mio. Euro auf mehr als das Doppelte.

Das Einmalerlagswachstum kam primär aus Norditalien, es handle sich dabei um ein profitables Geschäft, betont CEO Andreas Brandstetter. In zweiter Linie wurde hier auch in Österreich ein Plus erzielt, wenngleich auf niedrigem Niveau. "Möglicherweise wurde bei den Einmalerlägen bereits die Talsohle erreicht", meinte der UNIQA-Chef zur APA. Von einer Trendumkehr für die Branche zu sprechen sei wahrscheinlich aber noch verfrüht.

Konkrete Prognosen für die weitere Entwicklung der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge (PZV), für die mit August eine Reform mit niedrigeren Aktienmindestquoten in Kraft treten soll, wagt Brandstetter noch nicht. Jedenfalls würde eine solche Reform, die noch im Parlament beschlossen werden muss, diesen Sektor auf jeden Fall beleben. Ob dies in dem Ausmaß geschehen könne, wie dies Versicherungsverbandspräsident Günter Geyer für denkbar hält - der sprach von einem möglichen Anstieg der PZV-Vertragszahl von 1,6 auf 2 Millionen, könne er nicht abschätzen, so Brandstetter.

In der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen die verrechneten Prämien im ersten Quartal insgesamt um 2,9 Prozent auf 797,9 Mio. Euro, dabei im Segment UNIQA Österreich um 1,2 Prozent auf 447,4 Mio., im Segment RV um 8,9 Prozent auf 38,1 Mio. und in der UNIQA International um 5,9 Prozent auf 293,1 Mio. Euro (in CEE +8,1 Prozent auf 256,8 Mio., in Westeuropa jedoch -7,4 Prozent auf 39,2 Mio. Euro).

In der privaten Krankenversicherung stiegen die Einnahmen um 3,5 Prozent auf 242,5 Mio., darunter bei der der UNIQA Österreich um 3,5 Prozent auf 223,7 Mio. Euro, bei der UNIQA International um 3,7 Prozent auf 18,8 Mio. Euro (CEE +8,6 Prozent auf 7 Mio., Westeuropa +1 Prozent auf 12 Mio.).

Das Segment UNIQA Österreich umfasst die UNIQA Österreich Versicherungen AG, die Salzburger Landes-Versicherung AG sowie 50 Prozent der Finance Life Lebensversicherung AG. Die andere Hälfte der Finance Life sowie die Raiffeisen Versicherung AG sind im Segment Raiffeisen Versicherung zusammengefasst. Das Segment UNIQA International bildet Erstversicherungsgesellschaften in 18 Ländern ab sowie die UNIQA International Versicherungs-Holding AG und die UNIQA International Beteiligungsverwaltung GmbH.

2012 "signifikant outperformen"

Im Gesamtjahr 2013 möchte die UNIQA das vorjährige Konzernergebnis "signifikant outperformen", bekräftigte Brandstetter am Freitag zur APA. Dies setze ein stabiles Kapitalmarktumfeld, eine weitere Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds und eine im normalen Rahmen bleibende Schadenbelastung durch Naturkatastrophen voraus, heißt es auch im Quartalsbericht.

Das erste Quartal lässt sich natürlich nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen - und für Prognosen für 2013 insgesamt sei es noch zu früh, so Brandstetter. Für heuer wird die vorjährige Vergleichszahl beim Konzernergebnis auf 170 Mio. Euro lauten und nicht die kürzlich für 2012 gemeldeten 130 Mio. Euro. Grund dafür ist, dass sich die voriges Jahr - auch im Hinblick auf die geplante Kapitalerhöhung via Börse - erfolgten Konzern-Umgründungen erst heuer in der Bilanz auswirken, wie Mitte April erläutert wurde. Und das EGT will die UNIQA ja bis 2015 (gegenüber 2010) um bis zu 400 Mio. Euro steigern - 2010 hatte es 142 Mio. Euro betragen, im abgelaufenen Jahr 205 Mio. Euro.

Bei dem in einem guten Börse-Marktumfeld grundsätzlich geplanten Secondary Public Offering (SPO) möchte die UNIQA ihren Streubesitz von derzeit rund 8 Prozent auf bis zu 49 Prozent anheben. "Wir haben das auf der Agenda ganz oben", hatte der Konzernchef Mitte April im Bilanzpressegespräch zu dem für 2013 oder 2014 vorgesehenen "Re-IPO" gesagt - und diese grundsätzlichen Pläne wurden auch jetzt wieder bekräftigt. Im Hinblick auf einen "zweiten Börsegang" will sich die an der Börse gelistete Dach-Holding UNIQA Versicherungen AG wie berichtet am 27. Mai per HV-Beschluss in UNIQA Insurance Group AG umtaufen.

"Wir setzen unsere langfristige Wachstumsstrategie UNIQA 2.0 konsequent um und sind gut in das Jahr 2013 gestartet", sagte der Konzernchef am Freitag. Im ersten Quartal sei die UNIQA erstmals in allen Märkten in CEE deutlich über dem Markt gewachsen und habe zudem noch die Erträge gesteigert.

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