Tennisbälle alleine können die Bilanz von Head nicht retten

Tennisbälle alleine können die Bilanz von Head nicht retten

In den USA verkaufte Head mehr Tennisbälle, was die größte Sparte Racketsport um 2,7 Prozent auf 81,4 Mio. Euro wachsen ließ. Nachteilig wirkten sich hingegen Währungsschwankungen aus. Im Wintersportbereich musste Head Federn lassen.

Insgesamt stieg der Halbjahresumsatz von Head um 1,2 Prozent auf 134,2 Mio. Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis belief sich auf -8,8 Mio. nach -8,9 Mio. Euro in der Vorjahresperiode und unterm Strich blieb ein Verlust von 9,6 Mio. Euro nach einem Minus von 10 Mio. Euro, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Wobei das zweite Quartal deutlich besser lief als das erste, als Head den Verlust fast verdreifacht hatte. Von April bis Juni legte der Umsatz um 3,3 Prozent auf 64,6 Mio. Euro zu. Der Betriebsverlust verringerte sich auf 4,1 Mio. nach 6,4 Mio. Euro und der Konzernverlust ging auf 3,6 Mio. nach 7,8 Mio. Euro zurück.

In der Sparte Wintersport konnte Head in den ersten sechs Monaten nicht von der verbesserten Schneesituation und der dadurch stärkeren Wintersportaktivität potenzieller Kunden profitieren. Das Management vermutet, dass die Leute vermehrt auf Leihskier zurückgreifen und generell Konsumenten vorsichtiger sind. "Während die Händler noch immer eher vorsichtig sind, haben sich unsere Aufträge für die Saison 2013/14 zum jetzigen Zeitpunkt gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2012 insgesamt um etwa zehn Prozent verbessert, aber sind noch nicht auf dem in den Jahren 2012 oder 2011 erreichten Niveau angekommen", erklärte der Konzern.

Der Tauchsportbereich blieb mit einem Halbjahresumsatz von 28,4 Mio. Euro stabil und die Sportswearsparte schrumpfte um 4 Prozent auf 3,2 Mio. Euro - dies, weil in Großbritannien weniger Taschen verkauft wurden. Das Lizenzgeschäft wuchs um 5 Prozent 2,7 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr 2013 rechnet der Konzern mit einem "moderaten" Umsatzanstieg, aber nur mit gleichbleibendem operativen Ergebnissen. Zwar solle sich der Wintersportbereich weiter erholen, die Wechselkursschwankungen, insbesondere des Yen, sowie höhere Marketing- und Investitionskosten dürften jedoch belasten.

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