Telekom-Finanzchef Tschuden räumt seinen Sessel

Telekom-Finanzchef Tschuden räumt seinen Sessel

Lange wurde darüber spekuliert, nun ist die Katze aus dem Sack: Telekom Austria-Finanzvorstand Hans Tschuden scheidet drei Jahre vor Ende seines Vertrages, der erst 2011 verlängert wurde, aus dem Unternehmen aus. Nachfolger wurde noch keiner genannt. Warum Tschuden deutlich früher gehen musste und wie ihm der Abgang versüßt wurde, dazu äußerte sich die Telekom nicht.

In einer Aussendung am Dienstagnachmittag teilte die Telekom mit, dass Tschudens Vertrag per 31. Mai 2014 vorzeitig aufgelöst wird. Tschuden war auch Stellvertreter des Vorstandschefs Hannes Ametsreiter. Der Finanzchef war Medienberichten zufolge unter Druck gekommen, weil die Dividendenausschüttung der zuletzt schwächelnden Telekom als zu hoch kritisiert wurde. In wie weit der neue Großaktionär America Movil des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim hier die Fäden gezogen hat, ist unbekannt. Die Staatsholding ÖIAG und America Movil arbeiten derzeit an einem Syndikatsvertrag - die Republik, die 28,4 Prozent an der Telekom hält, will das Hauptquartier in Österreich sichern.

Die ÖIAG streute Tschuden trotz der vorzeitigen Vertragsauflösung heute, Dienstag, Rosen: "Ich bedanke mich bei Hans Tschuden für die langjährige Mitwirkung als Finanzvorstand der Telekom Austria Group und besonders für die hervorragende Begleitung in der Wachstumsphase des Unternehmens. Für sein weiteres Wirken wünsche ich ihm das Allerbeste", so ÖIAG-Chef und Telekom-Aufsichtsratsvorsitzender Rudolf Kemler. Wohin ihn das weitere Wirken führen wird, sagte Kemler nicht. Zur Frage der Nachfolge hieß es von der Telekom heute nur, der Aufsichtsrat werde zeitgerecht die Entscheidung kommunizieren. Tschuden war seit 1. April 2007 Finanzvorstand der Telekom Austria AG. Mit 1. Jänner 2009 wurde er zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt. 2011 wurde dann sein Vertrag bis März 2017 verlängert. 2013 wurde Tschuden in einer Umfrage der internationalen Nachrichtenagentur Thomson Reuters zum zweiten Mal in Folge zu Österreichs "CFO Of The Year".

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