Telekom Austria rutscht nach 9 Monaten von Gewinnplus ins Minus

Telekom Austria rutscht nach 9 Monaten von Gewinnplus ins Minus

Dementsprechend wurde aus dem Gewinnplus im Halbjahr nun nach neun Monaten ein Minus: Der Nettogewinn sank um 11,6 Prozent auf 159,2 Mio. Euro.

Auch operativ (Ebit) verdiente der Konzern im Sommerquartal deutlich geringer. Das Betriebsergebnis schmolz um 31,4 Prozent auf 121,5 Mio. Euro. Der Umsatz gab um 5,3 Prozent auf 1.036 Mio. Euro nach. Damit verfehlte die Telekom die Markterwartungen. Die von der APA befragten Analysten hatten mit einem Nettogewinn von 67,9 Mio. Euro, mit einem Ebit von 135,4 Mio. Euro und einem Umsatz von 1.050 Mio. Euro gerechnet.

Rückgänge in Bulgarien, Kroatien und Österreich

"Hochkompetitive Märkte, ein schwieriges makroökonomisches Umfeld und starke regulatorische Belastungen bei Roaming und Terminierungsentgelten kennzeichnen das Umfeld, in dem die Telekom Austria Group in Zentral- und Osteuropa tätig ist", schrieb der teilstaatliche Konzern in seinem Quartalsbericht.

In Bulgarien schlage "die drastische Reduktion der Terminisierungsentgelte" - das sind die Gebühren, die sich Telekom-Betreiber für das Durchstellen der Gespräche untereinander verrechnen - auf das Ergebnis durch. Auch eine "schwache Konjunktur" nannte der Konzern für die Rückgänge. In Kroatien habe sich durch den EU-Beitritt ein Umsatzverlust eingestellt, der vor allem auf die damit verbundene Absenkung der Roamingtarife zurückzuführen sei. Am Heimatmarkt sei die Entwicklung ebenfalls weiter negativ. Die Telekom Austria führt das auf den intensiven Wettbewerb im Mobilfunkgeschäft in Österreich und auf eine weitere Absenkung der Roamingentgelte zurück.

Das bisherige Sorgenkind Weißrussland habe sich dagegen "sehr positiv" entwickelt - "und das, obwohl es erneut eine Abwertung der Landeswährung gab", so die TA. Das Segment "Weitere Märkte", das die Länder Slowenien, Serbien, Mazedonien und Lichtenstein umfasst, verzeichnete "deutliche Umsatzzuwächse".

Konzernchef Hannes Ametsreiter sieht das Unternehmen auf Kurs: "Mit dem Fokus auf die Premium-Kunden in Kombination mit zeitlich limitierten höheren Stützungen für Smartphones gehen wir den richtigen Weg, um unser mobiles Kerngeschäft gruppenweit abzusichern." Mit einem strikten Sparkurs hat Finanzchef Hans Tschuden die Kosten um über 110 Mio. Euro brutto gesenkt - der Personalstand wurde um 2,5 Prozent auf 16.243 Mitarbeiter zurückgefahren - und "wir (...) können so den Ausblick für das Gesamtjahr halten".

Die für 2013 erwarteten Umsatzerlöse der Gruppe hat die TA "in Höhe von ca. 4,1 Mrd. Euro bestätigt". Die Anlagenzugänge (Investitionen für Spektrum und Akquisitionen ausgenommen) werden weiter mit "zwischen 650 und 700 Mio. Euro" angegeben. Der Vorstand rechnet aber auch im vierten Quartal, dass die Profite "von einer Reihe externer Faktoren, etwa wettbewerbsintensiven Märkten, Regulierungsmaßnahmen und makroökonomischen Gegenwinden, beeinträchtigt werden". Das Management beabsichtigt, für heuer eine Dividende von 5 Eurocent je Aktie auszuschütten.

Über eine kolportierte 500 bis 700 Mio. Euro schwere Anleihe teilte die TA heute nichts mit. Man plane, die Verschuldung "mittels Cashflow-Generierung aus dem operativen Geschäft abzubauen". Für die LTE-Frequenzen in Österreich, bei der Telekom um mehr als eine Milliarde Euro mitsteigerte, wird der Verschuldungsgrad deutlich steigen. Man plane, die Verschuldung "mittels Cashflow-Generierung aus dem operativen Geschäft abzubauen", wiederholte das Unternehmen sein bisheriges Statement dazu.

Keine Feindliche Übernahme von America Movil

Der mexikanische Mobilfunkkonzern America Movil plant indessen laut America-Movil-Chef Daniel Hajj keine feindliche Übernahme der Telekom Austria. "Ich mag schon das Wort Übernahme nicht. Das klingt nach einer unfreundlichen Aktion. Von uns kann man vieles erwarten, aber nichts Unfreundliches", sagte Hajj der österreichischen Zeitschrift " News " von Donnerstag. America Movil sehe die österreichische Regierung als Partner und wolle bei der Telekom gemeinsam mit dieser vorgehen. "Wir sind nicht als Aktionäre bei der Telekom Austria eingestiegen, um den Konzern zu übernehmen."

Nach der teuren Mobilfunkauktion halte er eine Kapitalerhöhung bei dem Konzern für "sehr wahrscheinlich". An dieser werde sich America Movil wohl auch beteiligen. "Ich habe uns als stabilen Partner bezeichnet. Das gilt auch für den Fall einer Kapitalerhöhung", sagte Hajj. America Movil hält rund ein Viertel der Telekom-Aktien.

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