Telekom Austria schlägt sich besser als erwartet

Telekom Austria schlägt sich besser als erwartet

Damit schnitt die Telekom Austria aber dennoch deutlich besser ab als von Analysten erwartet. Das bereinigte Ergebnis (EBITDA) verharrte dank des laufenden Sparprogramms auf dem Vorjahresniveau von 410 Millionen Euro.

Im Heimatmarkt Österreich konnte der ehemalige Staatskonzern zwar weitere Kunden gewinnen, die durchschnittlichen Umsätze pro Kunde gingen im Jahresvergleich aber um gut neun Prozent zurück. Das werde voraussichtlich auch "für die absehbare Zukunft" so bleiben, räumte die Telekom ein. Daran dürfte auch die geplante Fusion der kleineren Rivalen Hutchison und Orange Austria zu einer schlagkräftigeren Nummer drei am österreichischen Markt nichts ändern. Zwar werben dann nur drei statt bislang vier große Anbieter um die acht Millionen Einwohner in der Alpenrepublik. Experten und nicht zuletzt die Mobilfunker selbst erwarten aber dennoch eine Fortsetzung des Preiskampfs.

Noch ist der 1,3 Milliarden Euro schwere Deal nicht durch: Die EU hat noch bis kurz vor Weihnachten Zeit, den Zusammenschluss von Hutchison und Orange Austria unter die Lupe zu nehmen. Die österreichischen Kartellbehörden prüfen in einem separaten Verfahren bis Ende November den geplanten Verkauf der Orange-Billigmarke yesss! samt Sendestationen für 390 Millionen Euro an Marktführer Telekom Austria.

Auch in Osteuropa läuft es nicht rund

Aber nicht nur in Österreich sondern auch bei den Töchtern in Zentral- und Osteuropa bekommt die Telekom den schärfer werdenden Wettbewerb zu spüren. Dies habe sich neben der mauen Wirtschaftsentwicklung vor allem in Bulgarien und Kroatien bemerkbar gemacht.

Für das laufende Jahr erwartet die Telekom dennoch weiterhin ein bereinigtes Ebitda zwischen 1,40 und 1,45 Milliarden Euro und einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern bei einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro ein bereinigtes Ebitda von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

"Wir haben hart an unserer internen Effizienzsteigerung gearbeitet", sagte Firmenchef Hannes Ametsreiter. "Die Auswirkungen des intensiven Wettbewerbs in Verbund mit dem allgemein schlechten wirtschaftlichen Umfeld haben allerdings die Effekte unserer Anstrengungen gedämpft."

Die Telekom Austria steht mit ihren Problemen aber nicht allein da - in ganz Europa befindet sich die Branche derzeit im Umbruch. Wegen der scharfen Regulierung und des teuren Aufbaus neuer Infrastruktur haben zuletzt auch größere Konkurrenten wie Telefonica oder die France Telecom ihre Dividenden gestutzt. Die Telekom-Austria-Aktionäre sollen für 2012 und 2013 lediglich eine Dividende von fünf Cent je Aktie erhalten.

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