Strabag: Gewinnwarnung!

Strabag: Gewinnwarnung!

Der Baukonzern Strabag wirft seine Prognose über Bord. Gründe sind Verzögerungen bei der Bezahlung von Bauprojekten und ein massiver Preiskampf.

Im laufenden Jahr sei das Ziel eines operativen Ergebnisses von 300 Millionen Euro "nach neuesten Erkenntnissen" nicht mehr zu erreichen, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Stattdessen geht Strabag nun von einem operativen Gewinn von rund 200 Millionen Euro aus nach 335 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

An der Börse verlor die Strabag-Aktie daraufhin teilweise rund fünf Prozent an Wert. Das Unternehmen hatte zuletzt bereits ein Fragezeichen hinter seine Gewinnprognose gestellt und sie als "mehr als ehrgeizig" bezeichnet.

Strabag ist einer der größten europäischen Baukonzerne. Dem Unternehmen macht derzeit vor allem die Sparwut von Bund und Ländern infolge der Schuldenkrise zu schaffen, durch die es weniger Aufträge für den Bau neuer Straßen gibt. Bei den wenigen Aufträgen, die es noch gibt, liefern sich die Baufirmen einen Preiskampf, der die Gewinne drückt.

Raues Klima

Besonders kritisch ist die Situaiton in Polen: Dort hatten Strabag und ihre Konkurrenten zuletzt vom Bauboom vor der Fußball-Europameisterschaft profitiert. Danach fand die Bauwut in dem schnell wachsenden Land aber ein jähes Ende, weil der Staat bereits sein gesamtes dafür vorgesehenes Budget aufgebraucht hatte. Seither kämpfen einige Firmen ums Überleben.

Strabag habe in Polen und anderen Ländern Osteuropas Probleme, Nachzahlungen für Bauprojekte zu erhalten, sagte eine Sprecherin. Zudem habe der Konzern Rückstellungen für drohende Verluste bei zwei Großprojekten bilden müssen. "Das Klima am Bau ist wesentlich rauer geworden", sagte die Sprecherin.

Wie sehr die Schuldenkrise die Strabag-Bilanz in Mitleidenschaft gezogen hat, ist noch offen. Das Unternehmen will seine Halbjahreszahlen am 31. August veröffentlichen.

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