Strabag – 2013 gibt's "keine Gefahr für ein befriedigendes Ergebnis"

Strabag – 2013 gibt's "keine Gefahr für ein befriedigendes Ergebnis"

"Wir sind aber auch deutlich vorsichtiger geworden", vermerkte der scheidende Strabag-Unternehmenschef Hans Peter Haselsteiner heute, Freitag, bei der Hauptversammlung und damit seinem letzten Tag als CEO des größten österreichischen Baukonzerns.

Für 2013 erwarte das Unternehmen "keine großen Sprünge, allerdings auch keine Gefahr für ein befriedigendes Ergebnis". Zudem könnte noch im laufenden Jahr eine kleinere Akquisition anstehen.

2012 sackte der Nettogewinn der Strabag gegenüber dem Jahr davor um zwei Drittel auf 60,63 Mio. Euro ab - bei einer um nur 2 Prozent auf 14,04 Mrd. Euro rückläufigen Bauleistung. Die Umsätze verminderten sich um 5 Prozent auf 13,98 Mrd. Euro. Der operative Gewinn (EBIT) verringerte sich um 38 Prozent auf 207,2 Mio. Euro und soll heuer früheren Angaben bei der Bilanzpressekonferenz zufolge um mindestens 25 Prozent auf 260 Mio. Euro zulegen - bei einer stabilen Bauleistung von etwa 14 Mrd. Euro. 2013 seien keine größeren negativen Sondereffekte zu erwarten, die wie im vergangenen Jahr auf die Gewinne drückten.

"Die negativen Ergebnisse in den einzelnen Bereichen wurden nicht vorhergesehen - wir werden unser Frühwarnsystem schärfen, damit sich zumindest dieser Überraschungseffekt nicht wiederholt", kündigte Haselsteiner an, der mit Abschluss der heutigen Hauptversammlung nur noch Generalbevollmächtigter des Vorstandes ist. "Die Heimatmärkte der Strabag werden heuer wesentlich zu unserem Ergebnis und Umsatz beitragen", so der Konzernchef.

Besonders gut laufe etwa der Hoch- und Ingenieurbau in Deutschland - nach wie vor schwierig seien wiederum Polen und Ungarn. Der Bauboom in Polen im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft sei ausgelaufen. Allerdings habe die dortige Regierung nun ein Infrastrukturprogramm "im Umfang von mehreren Milliarden" aufgelegt, so Haselsteiner. Ungarn bleibe "ein Sorgenkind", aber in einzelnen Bereichen gebe es auch kleine Erfolge. "Wir werden keine weitere Abschwächung hinnehmen müssen", stellte er in Aussicht. Weiterhin "sehr schwierig bleiben werde Russland betreffend der Markt- und sonstigen Entwicklung.

Der nunmehr abgeschlossene Rückkauf von eigenen Aktien im Ausmaß von 10 Prozent des Grundkapitals soll dem langjährigen Strabag-Chef zufolge in den nächsten fünf Jahren als Akquisitionswährung eingesetzt werden - möglicherweise kommt es schon heuer zu einem Zukauf: "Es ist nicht auszuschließen, dass wir bereits 2013 einen ersten, wenn auch nicht großen Schritt, in diese Richtung setzen werden", so Haselsteiner kryptisch.

Eine eventuelle Akquisition des finanziell notleidenden Baukonzerns Alpine ist für die Strabag keine Option: "Die Übernahme der Alpine ist aus kartellrechtlicher Sicht unmöglich."

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