Staatshilfe: Erste Group plant keine vorzeitige Rückzahlung

Die Erste Group dementiert konkrete Pläne zur vorzeitigen Rückzahlung des staatlichen Partizipationskapitals.

Staatshilfe: Erste Group plant keine vorzeitige Rückzahlung

Finanzstaatssekretär Andreas Schieder hatte gestern nachmittag im Hauptausschuss des Nationalrates gesagt, die Erste Bank habe dem Finanzministerium bereits "offiziell" bekannt gegeben, dass sie im kommenden Jahr Partizipationskapital zurückzahlen wolle.

Dabei müsse es sich um ein Missverständnis handeln, meinte Erste-Sprecher Michael Mauritz am Donnerstag auf APA-Anfrage. "Da die europaweiten Kapitalanforderungen noch nicht festgelegt sind, wird die Rückzahlung noch etwas dauern", betonte Mauritz. Bis dahin zahle die Erste 8 Mio. Euro monatlich an Zinsen für das PS-Kapital.

Aus dem Finanzministerium hieß es dagegen auf Anfrage, dass es von Seiten eines Vertreters der Erste sehr wohl ein solche Ankündigung gegeben habe. "Wie offiziell das gewesen ist, weiß ich nicht", so Sylvia Kuba, Sprecherin von Schieder.

Erste-Chef Andreas Treichl hatte bei seiner Quartalspressekonferenz Ende Oktober vor den Medien gesagt, er würde das staatliche PS-Kapital für den Moment gern weiter behalten. Er sprach damals von zwei bis drei weiteren Jahren.

In der Erste Group stecken 1,2 Mrd. Euro an staatlichem Partizipationskapital, für die jährlich 8 Prozent Zinsen bezahlt werden, ansteigend nach 2014.