Sperrstund beim Verbund: Kraftwerke Dürnrohr, Neudorf und Mellach werden geschlossen

Sperrstund beim Verbund: Kraftwerke Dürnrohr, Neudorf und Mellach werden geschlossen

Der Verbund zieht den Stecker bei etlichen Kraftwerken: Die Gaskraftwerke in Mellach und in Frankreich werden geschlossen, die Kraftwerke in Dürnrohr und Neudorf/Werndorf II ebenso.

Knalleffekt bei Österreichs größtem Energieversorger Verbund (ISIN AT0000746409) : Der Energiekonzern schließt aus Kostengründen fünf Kraftwerke.

Die betroffenen Gaskraftwerke stehen noch mit 130 Millionen (Frankreich) bzw. 140 Millionen Euro (Mellach) Buchwert in der Bilanz des Verbundes. Ob der Betrag komplett abgewertet werden muss, ist noch nicht klar, sagt Verbundsprecherin Ingun Metelko. „Die zuvor geführten Verkaufsverhandlungen haben zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt“, heißt es. Die Kraftwerke stünden aber zu einer raschen Wiederinbetriebnahme bereit, sollten sich die Rahmenbedingungen ändern. Die Branche geht allerdings von einem längerfristig schwierigen Marktumfeld aus. In den vergangenen Jahren hat europaweit die Konkurrenz von Wind- und Photovoltaikkraftwerken die Stromproduktion aus Erdgas unrentabel gemacht

Das Steinkohlekraftwerk Dürnrohr in Niederösterreich und das ölbefeuerte Fernheizkraftwerk Neudorf/Werndorf II (Steiermark) werden hingegen endgültig geschlossen. „ Die bilanziellen Auswirkungen dieser Entscheidungen sind noch Teil der internen Berechnungen“, sagt Sprecherin Metelko. Bislang nicht bekannt ist die Strategie des Niederösterreichischen Stromversorgers EVN (ISIN AT0000741053) , der den zweiten Kraftwerksblock am Standort Dürnrohr betreibt.

Energieversorgung Österreichs nicht betroffen

Auf die Stromversorgung Österreichs sollte die Stilllegung mittelfristig keine Auswirkung haben. Die Betriebsstunden des Gaskraftwerks Mellach lagen bisher schon weit unter den ursprünglich geplanten Ausmaßen. Hintergrund ist, dass der aktuelle Stromverbrauch in Europa unter den Produktionskapazitäten in Europa liegt. Das liegt nicht zuletzt am raschen Ausbau der Alternativenergie-Kraftwerke (Wind, Photovoltaik) in Deutschland.

Der Verbund begründet die Kraftwerks-Schließungen mit "massiven Verwerfungen am europäischen Elektrizitätsmarkt" dem "sektorweiten Wirtschaftlichkeitsdruck". Tatsächlich wurde nicht nur der Verbund, sondern alle großen Stromerzeuger in Europa von den raschen Auswirkungen der politisch indizierten „Energiewende“ überrumpelt.

Die Schließungen sollen laut Verbund in den Folgejahren jedenfalls zu einer "dauerhaften wirtschaftlichen Verbesserung" führen. Letztlich muss der Plan zur Stilllegung der Kraftwerke noch vom Aufsichtsrat genehmigt werden.

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