Semperit erzielt bestes Halbjahresergebnis in der Konzerngeschichte

Semperit erzielt bestes Halbjahresergebnis in der Konzerngeschichte

Die ursprünglich von Semperit bereits für das heurige 2. Quartal erwarteten ersten positiven Marktimpulse wird es erst Anfang 2014 geben, sagte CEO Thomas Fahnemann am Dienstag im APA-Gespräch. Die Umsätze würden 2013 deutlich über 2012 liegen, ertragsseitig seien Prognosen für das Gesamtjahr aber noch sehr schwierig.

Man werde jedoch auch 2013 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Die Auftragslage sei auch im 3. Quartal gut.

Der Semperit-Umsatz wuchs im Halbjahr um 10,2 Prozent auf 451,4 Mio. Euro, wobei das Plus mit 13,6 Prozent im zweiten Quartal höher war als im ersten (+6,6 Prozent). Auch bei den Ergebnissen fiel der Anstieg im zweiten Vierteljahr kräftiger aus, insgesamt wuchs das EBITDA um 21,9 Prozent auf 65,8 Mio., das EBIT um 16,5 Prozent auf 43,7 Mio. und der Nettogewinn um 18,3 Prozent auf 28,2 Mio. Euro (entsprechend 1,36 Euro je Aktie Ergebnis). Hochrechnen auf das 2. Halbjahr könne man das aber nicht, betonte Fahnemann und verwies dazu auf die saisonal bedingten üblichen "Lücken" im August und Dezember. Zu einer möglichen Dividendenhöhe - für 2012 wurden unverändert 0,80 Euro je Aktie gezahlt - hält sich der CEO ebenfalls bedeckt.

Wenig Sorgen bereitet dem Semperit-Chef der Sektor Medizin (Sempermed) - trotz des durchaus harten und von Überkapazitäten geprägten Wettbewerbs. In dem wenig zyklischen Geschäft mit Medizin-Gummihandschuhen sei das 1. Halbjahr besser als das vorjährige gewesen sei und das 2. Quartal besser als das davor, auch stark durch die im vorigen Herbst erfolgte Übernahme von Latexx Partners in Malaysia. Doch auch neben dieser Akquisition sei im Sektor Medizin ein Marktanteilswachstum gelungen.

Im Sektor Industrie hingegen hat Semperit nach den Worten des CEO "mit der Konjunktur zu kämpfen. Der Wind bläst ganz schön von vorn, und der Markt ist schleppend." Im zyklischen Schlauch-Segment (Semperflex) habe man Marktanteile gewonnen, vor allem in Europa, auch in den USA - doch sei Asien und insbesondere China noch enttäuschend; in China hatten die Abnehmer aus dem Bausektor 2010/11 Überkapazitäten aufgebaut, die lange nachwirken; zudem kämpften etliche private Abnehmer mit Liquiditätsproblemen.

Im Industrie-Segment Sempertrans (Transport- und Förderbänder) habe sich der vor zwei Jahren eingeleitete Strategiewechsel "weniger Textil und mehr Stahl" ausgezahlt, so Fahnemann. In dem weniger zyklischen Geschäft habe man dank höherwertiger Stahlbänder Umsätze und Ergebnisse gesteigert, und auch in Südamerika (Chile) sei man gut vertreten.

Ein sehr schwieriges wirtschaftliches Umfeld findet Semperit momentan im Industrie-Segment Semperform (Formartikel, Bauprofile, Handläufe) vor, doch auch hier habe man Erlöse und Marktanteile dazugewonnen, so der CEO.

Im Sektor Industrie legten die Erlöse im Halbjahr um 2,4 Prozent auf 233,1 Mio. Euro zu, im Medizin-Bereich um 19,8 Prozent auf 218,3 Mio. Euro. Das Bereichs-EBITDA kletterte in der Medizin um über 50 Prozent auf 28,2 Mio. Euro und in der Sparte Industrie um 8,6 Prozent auf 45,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag im Industrie-Sektor bei 19,4 (18,3) Prozent - im Medizin-Bereich waren es im Vergleich dazu 12,9 (10,1) Prozent.

Im Sektor Industrie wurden in allen drei Segmenten zweistellige EBIT-Margen erzielt. Insgesamt stieg bei Semperit im 1. Halbjahr die EBIT-Marge auf 9,7 (9,2) Prozent, das EBIT selbst legte um 16,5 Prozent auf 43,7 Mio. Euro zu.

Das Wachstumsziel des Konzerns bleibt unverändert: In den Jahren 2010 bis 2015 soll der Umsatz im Schnitt zweistellig wachsen. Für die nächsten Jahre strebt Semperit weiterhin eine EBITDA-Marge von 12 bis 15 Prozent und eine EBIT-Marge von 8 bis 11 Prozent an.

Der Semperit-Personalstand lag Ende Juni mit 10.039 Menschen um 23,7 Prozent über dem Stand von Mitte 2012 mit damals 8.115 Leuten. Grund für den Anstieg war vor allem die Einbeziehung von Latexx Partners (mit knapp 1.800 Mitarbeitern), der Personalaufbau im thailändischen Sempermed-Werk in Surat Thani sowie im Sempermed-Vertrieb in den USA sowie Erhöhungen bei Sempertrans und im Corporate Center. Dementsprechend wuchsen auch die Personalaufwendungen um 22,1 Prozent auf 76,6 Mio. Euro.

Das Eigenkapital der Semperit-Gruppe lag Ende Juni mit 411,1 Mio. Euro leicht über Ultimo 2012 (406,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 50,4 Prozent, deutlich über dem Branchenvergleich. Die Eigenkapitalrentabilität (hochgerechnet auf das Gesamtjahr) lag bei 13,6 Prozent (nach 12,2 Prozent im 1. Halbjahr 2012). Die Investitionen im 1. Halbjahr lagen mit 19,9 (16,7) Mio. Euro um knapp 19 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Semperit-Aktienkurs an der Börse wurde durch die guten Halbjahreszahlen beflügelt. Um 10.30 Uhr lagen die Titel mit 30,50 Euro um 5,17 Prozent über Vortagesschluss. Im Vergleich dazu war der ATX zugleich nur 0,19 Prozent fester.

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