SBO spürt Investitions-Zurückhaltung in der Ölbranche

SBO spürt Investitions-Zurückhaltung in der Ölbranche

Der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann (SBO) leidet zu Jahresbeginn unter anhaltend schwacher Kundennachfrage und erwartet nur eine langsame Besserung. "Das zweite Quartal hat durchaus positiv begonnen, aber wie nachhaltig das ist, wissen wir nicht", gab sich Firmenchef Gerald Grohmann am Donnerstag gegenüber Reuters vorsichtiger als zuletzt.

Im März hatte der SBO-Chef noch ein Anziehen der Nachfrage ab dem zweiten, spätestens ab dem dritten Quartal in Aussicht gestellt. "Das ist immer noch im Bereich der Möglichkeit, aber wissen tue ich es nicht", sagte Grohmann nach der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal.

SBO beliefert große Ölbohrfirmen wie Baker Hughes, Halliburton oder Schlumberger mit Bohrsträngen und Bohrmotoren. Da die Kunden im Vorjahr laut Grohmann "etwas zu übereifrig beim Bestellen waren", seien nun ihre Lager voll und sie stünden bei Neuinvestitionen auf der Bremse. Der Auftragseingang von SBO schrumpfte daher im ersten Quartal auf 93 (Vorjahr: 129) Millionen Euro. Gegenüber dem vierten Quartal sei es bereits zu einer leichten Verbesserung gekommen. Ob der Einbruch zum Jahresauftakt im weiteren Jahresverlauf noch aufgeholt werden kann, ließ der SBO-Chef offen. "Je länger die Delle dauert, desto schwieriger wird es", räumte Grohmann ein. "Dann stellt sich noch die Frage, ob die Orders, die kommen, noch für 2013 oder schon für 2014 sind", fügte er an. Positiv stimme den SBO-Chef, dass die Suche nach Öl und Gas weltweit weiter boome und der Ölpreis mit über 100 Dollar eine gute Basis biete. Eine konkrete Ergebnisprognose gibt das Ternitzer Unternehmen traditionell nicht.

Anleger reagierten verschreckt auf die Aussagen des Unternehmens. Mit einem Minus von vier Prozent zählten die SBO-Aktien zu den größten Verlierern im Wiener ATX.

Ergebniseinbruch um ein Fünftel

Unter dem Strich habe SBO im ersten Quartal ein Fünftel weniger verdient. Der Gewinn blieb mit 14 (Vorjahr 18) Millionen Euro leicht unter den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 16 Millionen Euro gerechnet hatten. Die Erlöse gingen um vier Prozent auf 116 Millionen Euro zurück. Enttäuscht zeigen sich Analysten von der gesunkenen Rentabilität des Unternehmens. "Die Ebit-Marge hat negativ überrascht", hieß es in einer Analyse der Baader Bank.

Börse

Neues Börsegesetz bringt Erleichterungen für Unternehmen

Die Voestalpine liefert 120.000 Tonnen Bleche für den Bau der South Stream Pipeline von Russland nach Österreich.
#ukraine #south stream #russland #putin #omv
 

Börse Wien

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Der Plan soll mit einer 375 Millionen Euro schweren Umtauschanleihe gelingen.
#immofinanz
 

Börse Wien

Immofinanz bereitet Teilausstieg aus Buwog vor