SBO meldet erwarteten Gewinnrückgang

SBO meldet erwarteten Gewinnrückgang

Schoeller-Bleckman Oilfield – kurz SBO – hat dennoch gute Chancen, die Auftragseingänge wie auch schon in den vergangenen beiden Quartalen weiter zu steigern oder zumindest gleich hoch halten zu können.

CEO Gerald Grohmann verwies am Donnerstag im Gespräch mit der APA auf das momentan stabile Marktumfeld, was die schon seit Anfang 2013 starken Aktivitäten der Öl- und Gasbohrungen international und auch den anhaltend hohen Ölpreis betrifft. Zudem werde von den Kunden dieses Sektors der Rückstau durch frühere zu euphorische Überbestellungen - was SBO 2012 zu einem Rekordjahr verholfen hat -, weiterhin schrittweise abgebaut.

Prognosen zum Auftragseingang im 3. und 4. Quartal seien naturgemäß schwierig, wegen des politischen Umfelds und weil man in einer zyklischen Branche tätig sei. Aus jetziger Sicht sehe es aber gut aus, so Grohmann. In den ersten Wochen des Zeitraums Juli bis September habe sich der positive Trend fortgesetzt. Die Auftragseingänge bei SBO haben sich heuer - nach dem Tiefpunkt in Q4 mit 84 Mio. Euro - von Vierteljahr zu Vierteljahr verbessert, im 1. Quartal auf 93 Mio. und zuletzt im 2. Quartal auf 108 Mio. Euro.

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) sehe die Nachfrage global heuer um 0,9 Mio. Fass täglich wachsen, 2014 sogar um 1,2 mb/d, ist Grohmann zuversichtlich. Das sei guter Durchschnitt. Auch die US-Wirtschaft erhole sich, sagt der SBO-Chef. Die Emerging Markets - die vor allem das Nachfrageplus bei Öl und Gas tragen - sieht er nicht in eine instabile Spur einschwenken. Aber in keiner Volkswirtschaft gebe es eine lineare Entwicklung.

Auch aus Analysten-Sicht sollte SBO die in Zukunft weiter wachsende Bedeutung von Richtbohr-Verfahren zugute kommen. Heute erfolgen bereits drei Viertel der Bohrungen horizontal und direkt und nur mehr das restliche Viertel vertikal, vor zehn Jahren sei es umgekehrt gewesen, so Grohmann: "Und das ist eine Entwicklung, die weiter anhalten wird."

Jede Offshore-Anlage und auch die Fracking-Rigs (Stichwort Shale-Gas) benötigten Richtbohr- bzw. Horizontal-Bohranlagen. Das Equipment für solche Anlagen sei "technologisch anspruchsvoller, komplexer und teurer", denn es ermögliche den Kunden eine höhere Ausbeute, so Grohmann. Insgesamt lagen die Ölpreise im gesamten ersten Halbjahr jedenfalls auf einem ausreichend hohen Niveau, das bei den Abnehmern auch technologisch aufwendige Produktions- und Explorationsprojekte rentabel macht, heißt es im SBO-Halbjahresbericht.

Die Investitionen von SBO lagen im Halbjahr bei 27,6 (45,1) Mio. Euro und betrafen vor allem den Bau des neuen Bearbeitungszentrums für amagnetische Oilfield Service-Bohrstrangkomponenten am Standort Ternitz in NÖ.

Auf einem festeren Gesamtmarkt lagen die SBO-Aktien Donnerstagfrüh an der Wiener Börse kurz nach Handelsstart tiefer. Um 9.20 Uhr notierten sie mit 81,37 Euro um 0,77 Prozent unter dem Vortagesschluss, der Leitindex ATX war zur gleichen Zeit 0,42 Prozent höher.

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