Rumänien brockt Erste Group Quartalsverlust ein

Rumänien brockt Erste Group Quartalsverlust ein

Wie die Erste Group am Donnerstagfrüh mitteilte, gab es nach vorläufigen Daten für 2012 einen Nettogewinn von 483,5 Mio. Euro. Zum Vergleich: 2011 hatte es einen Verlust von 718,9 Mio. Euro gegeben. Das Schlussquartal war neuerlich u.a. von Abschreibungen auf die defizitäre rumänische Tochter geprägt und endete mit einem Verlust von 113,8 Mio. Euro.

Die Bilanz ist von maßgeblichen Einmaleffekten geprägt, belastenden wie gewinnsteigernden (Stichwort: Hybridanleihe-Deals) - per Saldo schlugen sie sich aber mit Belastungen von 360,7 Mio. Euro nieder.

2013 soll vor allem ab dem Frühjahr operativ wieder bessere Zahlen bringen. Die defizitäre Rumänien-Tochter BCR soll heuer in die Gewinnzone zurück, der Betriebsgewinn insgesamt stabil bleiben. Die Gruppe will zudem deutlich weniger für Kreditabschreibungen zurücklegen müssen.

Im Ausblick nannte Andreas Treichl heute ein stabiles Betriebsergebnis als Ziel. In den letzten drei Quartalen 2013 sollte es operativ besser laufen als im ersten Jahresviertel. Die Risikovorsorgen für Kredite sollten in zweistelliger Prozenthöhe sinken.

Wie in den Jahren davor wird auch das Staatsgeld wieder vertragsgemäß vollständig bedient.

Dazugelernt? Treichl will nicht mehr zu teuer zukaufen

Treichl wartet mit einem Zukauf in Polen ab. Im Verhältnis zum Kurs der Erste Group, der derzeit knapp unter dem Buchwert grundelt, sind ihm Banken in Polen derzeit um einiges zu teuer.

Polnische Banken würden derzeit zwischen eineinhalb bis zweimal Buchwert taxiert. In Relation zur Ersten wäre ein Deal in diesem Land jetzt sogar teurer als seinerzeit der Zukauf in Rumänien. Treichl musste für den teuren Kauf der rumänischen BCR (mehr als 5 mal Buchwert) viel Kritik einstecken und auf den Firmenwert dort mittlerweile mehr als 1,5 Mrd. Euro abschreiben. Für den Kauf der BCR hatte die Erste Group vor mehr als sechs Jahren insgesamt etwas mehr als 4 Mrd. Euro hingeblättert. Die Rumänien-Tochter mit über 28 Prozent faulen Krediten ist aktuell ein Sanierungsfall, soll aber heuer erstmals wieder die roten Zahlen hinter sich lassen.

Treichl bestätigte heute in einer Bilanzpressekonferenz, die rumänische BCR vor der Krise zu teuer gekauft zu haben. Auf die BCR sind auch 2012 wieder teure Abschreibungen angefallen. Er erinnerte daran, dass die Erste später als die Mitbewerber Raiffeisen und Bank Austria in den Osten vorstieß. „Die waren in den 80er Jahren schon dort, da ist die Erste gerade nach Bruck an der Mur gegangen.“

Für die aktuell zum Verkauf stehende Serbien-Tochter der staatlichen Hypo Alpe Adria Bank hat die Erste eine unverbindliche Interessensbekundung (Letter of Interest) abgegeben, sagte Treichl am Donnerstag. Nun werde man einmal schauen, was passiert. „Es muss unseren Preisvorstellungen entsprechen. Und die sind herausfordernd.“ Für andere Hypo-Töchter oder gar das Österreich-Geschäft hat er keine Verwendung.

Serbien sei zwar noch kein Kernmarkt für die Erste, könnte es aber werden, meint Treichl. Da überlegt seine Gruppe nun, zu investieren. „Wenn es mit der Hypo nichts wird, werden wir schauen, dass wir dort organisch ausbauen können.“

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