Rosenbauer legt einen Zahn zu

Rosenbauer legt einen Zahn zu

Rosenbauer, nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 19 Prozent Weltmarktführer in seiner Branche, sieht sich auf gutem Wege, 2013 einen Rekordumsatz von deutlich über 700 Mio. Euro zu erwirtschaften. Im ersten Halbjahr konnte trotz anhaltender Finanz- und Wirtschaftskrise der Umsatz deutlich um 25 Prozent auf 338,5 (erstes Halbjahr 2012: 270,7) Mio. Euro gesteigert und das Vorsteuerergebnis um 44 Prozent auf 17,1 (11,9) Mio. Euro verbessert werden.

"In diesem Ton wird es auch im zweiten Halbjahr weiter gehen", sagte Rosenbauer-Chef Dieter Siegel am Donnerstag auf der Halbjahrespressekonferenz in Wien.

Wegen einer außerordentlichen Steuernachzahlung in Spanien erhöhte sich das Periodenergebnis dagegen nur um 23 Prozent auf 11,7 (9,5) Mio. Euro.

Beim Auftragseingang legte Rosenbauer um 50 Prozent auf 420,4 (280,3) Mio. Euro zu. Mit einem Auftragsbestand von knapp 700 Mio. Euro sei die Auftragslage für ein Jahr gesichert. "Je nach dem, wie viele Fahrzeuge gefertigt werden können, wird der Jahresumsatz deutlich mehr als 700 Mio. Euro betragen", betonte Siegel. Die EBIT-Marge von 2012 von 6 Prozent werde sich um "bescheidene" 0,5 Prozentpunkte verbessern. Ziel sei es aber, mittelfristig wieder Margen von 7 Prozent zu erreichen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte im ersten Halbjahr um 42 Prozent auf 16,8 Mio. Euro erhöht werden, was mit dem hohen Auslieferungsvolumen und besseren Roherträgen zu tun hatte. Zusätzliche Kosten für die Markteinführung einer neuen Drehleiter und der intensive Preiswettbewerb in Deutschland wirkten sich dagegen bremsend aus.

Wachstum aus Saudi Arabien, Indien und China

Wachstum kam vor allem aus den aufstrebenden Märkten, allen voran Saudi Arabien, wo derzeit mehr Umsatz als in jedem anderen Land der Welt gemacht wird. "3.000 Rosenbauer-Fahrzeuge laufen dort bereits", so Siegel. Auch Indien und China entwickeln sich auf hohem Niveau. Zu teilweise massiven Rückgängen kam es wegen Budgetkürzungen dagegen in einigen entwickelten Ländern, etwa in Spanien. Das Hochwasser in Österreich und Deutschland sorgte dagegen für einen leichten Gegentrend. Siegel erwartet sich langfristig wieder Investitionen der öffentlichen Hand. In Österreich blieb das Marktvolumen wie im Vorjahr 15 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt.

Die Aussichten für die Feuerwehrbranche werden vom Rosenbauer-Management regional unterschiedlich eingeschätzt. Während sie in Europa weiterhin auf niedrigem Niveau verharren sollten, wird in den USA mit einer Erholung gerechnet, und Asien und der arabische Raum sollten weiter auf hohem Niveau verharren.

Im derzeitigen Unruheland Ägypten laufe das Geschäft normal weiter, es gebe keine negativen Auswirkungen auf den Umsatz in diesem relevanten Markt, meinte Siegel auf Journalistenfragen. Derzeit würden dort aber auch keine Geschäfte mit der öffentlichen Hand, sondern nur mit privaten Partnern gemacht. Heuer dürfte Rosenbauer in Ägypten einen Umsatz von überdurchschnittlichen 10 Mio. Euro machen.

Illegale Marktabsprachen

Siegel geht weiter davon aus, dass für illegale Marktabsprachen in Deutschland rund 2 Mio. Euro zu zahlen sind. "Wir haben uns darauf eingestellt, dass es bei dieser Entscheidung bleibt", so der CEO. Rückstellungen dafür seien bereits gemacht worden. Bedingung für die Zahlung sei, dass der überwiegende Teil der Kommunen sich dem Vergleich anschließe. Das Gerichtsverfahren sei noch am Laufen.

Er nehme "wehmütig" Abschied, sagte der scheidende Finanzvorstand Robert Kastil, der nach 30 Jahren bei Rosenbauer und 20 Jahren im Vorstand per 30. September in den Ruhestand geht. Ihm wird Günter Kitzmüller folgen. Kastil hat auch den Börsengang im September 1994 begleitet. Seither habe sich der Aktienkurs von umgerechnet 13,9 auf per Ende Juni 51,2 Euro fast vervierfacht, so Kastil.

Auf die heutige Ergebnisveröffentlichung reagierte die Rosenbauer-Aktie an der Wiener Börse bis gegen Mittag mit einem Kursplus von fast 4 Prozent auf 57,14 Euro. An der Aktionärsstruktur hat sich laut Kitzmüller insofern was geändert, als es nunmehr neben der Rosenbauer Beteiligungsverwaltung GmbH, die 51 Prozent der Anteile hält, es zwei Großaktionäre aus Frankreich und Großbritannien mit jeweils 5 Prozent Anteil gibt. Die restlichen 39 Prozent befinden sich im Streubesitz.

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