Ronny Pecik verkauft Telekom-Aktienpaket an Carlos Slim - Kaufpreis: 9,5 € je Aktie

Ronny Pecik verkauft Telekom-Aktienpaket an Carlos Slim - Kaufpreis: 9,5 € je Aktie

Fünf Prozent der Anteile an Telekom Austria habe die vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim kontrollierte Gesellschaft am Freitag erworben, die restlichen 16 Prozent sollen im laufenden Jahr gekauft werden, sobald die Aufsichtsbehörden die Genehmigung dazu erteilen, hieß es in einer Mitteilung an Mexikos Börsenaufsicht am Freitag.

Mit dem Kauf des Fünf- Prozent-Anteils halte America Movil 6,7 Prozent an Telekom Austria, hieß es weiter. Der mexikanische Milliardär Carlos Slim hat im Zuge seines Einstiegs bei der Telekom Austria Kreisen zufolge 9,50 Euro je Aktie bezahlt. Das sagte eine mit dem Deal vertraute Person am Freitag zu Reuters. Damit dürfte er für das 21-Prozent-Paket aus dem Besitz des österreichischen Investors Ronny Pecik gut 880 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben. Slims Firma America Movil und der Verkäufer Ronny Pecik wollten sich zunächst nicht dazu äußern.

Die Marathon Zwei Beteiligungs GmbH, Tochter von Peciks RPR Privatstiftung, werde ihren kompletten Anteil an der Telekom Austria verkaufen, teilte Pecik heute Freitagfrüh in einer Aussendung mit. Der ägyptische Investor Naguib Sawiris, der einen "wesentlichen finanziellen Beitrag" beim Kauf der 21 Prozent Telekom-Aktien geleistet habe, sei mit dem Deal "zufrieden", heißt es in der Aussendung.

America Movil (AMX) betont in einer Aussendung, dass sie durch den heute mit Ronny Pecik vereinbarten Erwerb der Telekom-Anteile ein "langfristiger strategischer Partner" der Telekom Austria werde. Der Kauf sei Teil der geografischen Diversifikationsstrategie des Konzerns und schaffe eine attraktive Präsenz in Mittel- und Osteuropa. America Movil erwarte, eine "konstruktive Beziehung" zu den anderen Telekom-Aktionären zu entwickeln und sei zuversichtlich über die Zukunft der Gesellschaft. Der Investor Ronny Pecik soll laut FORMAT-Informationen aber noch zwei Jahre Vizepräsident des Telekom-Aufsichtsrats bleiben. Danach wollen die Mexikaner die Kontrolle komplett übernehmen.

Die Staatsholding ÖIAG, die mit 28,4 Prozent größter Aktionär bleibt, begrüße den Einstieg des mexikanischen Mobilfunkkonzerns von Carlos Slim "ausdrücklich", teilte sie am Freitag mit. Die ÖIAG habe mit mehreren möglichen Investoren Gespräche geführt. America Movil habe sich zur Beibehaltung des Standorts, der Notierung an der Wiener Börse und einer "nachhaltigen Wachstumsstrategie" für die Telekom Austria bekannt.

Der Betriebsrat der Telekom Austria hat nach eigenen Angaben bislang keinen Kontakt zum neuen Großaktionär America Movil gehabt. Sollte das mexikanische Mobilfunkunternehmen von Carlos Slim bei dem ehemaligen Staatskonzern einen weiteren Personalabbau planen, werde die Belegschaft das nicht akzeptieren, sagte Betriebsratschef Walter Hotz am Freitag zu Reuters. "Aus unserer Sicht ist ein stabiler Partner willkommen, wenn Jobs im Unternehmen geschaffen werden. Ich erwarte mir, dass sie Jobs schaffen", sagte Hotz. Wichtig für die Belegschaft sei zudem, dass die Republik Österreich ihren Anteil von 28,4 Prozent behalte.

America Movil ist der größte Mobilfunkanbieter in Nord- und Südamerika und in 18 Ländern Lateinamerikas, der Karibik und in den USA mit Diensten in den Sparten Mobilfunk, Festnetz und Internet präsent.

Die Telekom-Austria Aktie reagierte am Freitag zu Handelsbeginn mit einem Kursplus von knapp drei Prozent. Seit Jahresbeginn haben die Titel 12 Prozent an Wert verloren. Der Börsenwert der TA liegt bei 3,6 Mrd. Euro. Der Telekom-Analyst Bernd Maurer von der Raiffeisen Centrobank (RCB) sieht die Nachricht und die damit verbundenen Übernahmefantasien positiv für den Aktienkurs. "Die Übernahme des Pecik-Anteils erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die America Movil einen höheren Anteil erwerben wird, was für den Aktienkurs positiv ist", so der Analyst zur APA.

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