RBI will Staatsgeld noch im Juni tilgen - Aktie im Plus

RBI will Staatsgeld noch im Juni tilgen - Aktie im Plus

Im ersten Quartal machte die Raiffeisen Bank International (RBI) einen Nettogewinn von 161 Millionen Euro, die Aktie liegt deutlich im Plus. Die Ukraine bereitet allerdings Kopfzerbrechen.

Die Raiffeisen Bank International (RBI, ISIN: AT0000606306 ) will im Juni das in der Finanzkrise eingeschossene Staatsgeld tilgen - entweder die gesamte Summe oder zumindest einen beträchtlichen Teil davon. Das Institut geht von einer Rückführung innerhalb der kommenden drei bis vier Wochen aus. Das hat die RBI am Donnerstagfrüh ad hoc bekanntgegeben. Demnach habe die Aufsicht eine zügige Bewilligung zugesagt.

Wegen der Ukraine/Russlandkrise hatte die Finanzmarktaufsicht heuer im März die vorzeitige Rückführung der 1,75 Milliarden Euro an staatlichem Partizipationskapital nicht erlaubt. Für das erste Quartal 2014 hat die Bank heute einen Nettogewinn von 161 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 157 Millionen Euro) ausgewiesen. Währungsabwertungen vor allem in der Ukraine haben das Handelsergebnis ins Minus gedrückt. Die Vorsorgen für faule Kredite stiegen um mehr als ein Viertel auf 281 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Bedarf an Kreditrisikovorsorgen zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro, wobei die Ergebnisse noch vom anstehenden EZB-Bilanzcheck und einer weiteren Verschlechterung in Russland und der Ukraine beeinflusst werden könnten. Für 2013 waren es 1,15 Milliarden Euro gewesen, die für faule Kredite zurückgelegt werden mussten.

Verlust in der Ukraine

Die Krise in der Ukraine hat im ersten Quartal 2014 die dortige Raiffeisen-Tochterbank Aval in die Verlustzone gedrückt. Nachdem es aus der Ukraine im Gesamtjahr 2013 noch einen Gewinn von 101 Millionen Euro gegeben hatte, stand hier jetzt bis März ein Verlust nach Steuern von 24 Millionen Euro.

Im ersten Quartal 2014 musste auch die Aval Bank alle ihre 32 Zweigstellen auf der Krim schließen. Die Filialen samt Infrastruktur wurden im April an eine Bank verkauft, die auf der Krim weiter Geschäfte machen darf. Das betroffene Unternehmensportfolio von 70 Millionen Euro wurde nach RBI-Mitteilung im heurigen März an die eigene russische Tochterbank verkauft.

Rasch reagieren in Donetsk und Lugansk

In der Region Donetsk und Lugansk sei die Lage unübersichtlich und erfordere rasche und flexible Reaktionen, hieß es heute bei der Raiffeisen Bank International (RBI).

Insgesamt hat Raiffeisen in der Ukraine 770 Filialen, knapp 12.900 Mitarbeiter und 3 Millionen Kunden. Das Konzern-Kreditexposure in dem Land wird mit 3,8 Mrd. Euro beziffert.

Im ersten Quartal 2014 sei unter anderem wegen der Währungsabwertung in dem Land und damit unter andertem notwendiger Abschreibungen bei besicherten US-Dollar-Krediten der Wertberichtigungsbedarf deutlich - um 65 Millionen Euro - gestiegen. Bis März mussten für Problemkredite in dem Land insgesamt 92 Mio. Euro zur Seite gelegt werden. Der Großteil an Fremdwährungskrediten an Privatkunden sei bereits wertberichtigt.

Die Liquiditätslage in der Bank in der Ukraine wird von der RBI als stabil beschrieben. Die ukrainische Zentralbank stelle den Kreditinstituten Liquidität zur Verfügung. Der RBI-Vorstand betont die "starke Eigenmittelausstattung" der Raiffeisen Bank Aval.

Die Aktie der Raiffeisen Bank International (RBI) lag am Vormittag zwischenzeitig mehr als 5,8 Prozent im Plus und damit im ATX-Spitzenfeld. Nach 11 Uhr waren es noch 4,36 Prozent Kursplus.
Schon am Mittwoch hatten die Papiere im Vorfeld der Zahlen um 1,56 Prozent gewonnen.

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