RBI: Exit aus der Ukraine möglich – Ungarn bleibt

RBI: Exit aus der Ukraine möglich – Ungarn bleibt

Keine Ausstiegspläne der RBI gibt es für Ungarn. Zum anlaufenden Sparpaket (400-450 Mio. Euro) kommen am 27. November Details. Offen bleiben Zeitpunkt und Höhe einer Kapitalerhöhung. 300 bis 400 Mio. Euro Kapital ließen sich mit dem Abbau von Risikopositionen freischaufeln.

"Einige Märkte sind 'under special review'", sagte Sevelda vor österreichischen Journalisten zur Frage nach einem Verkauf der Ukraine-Bank. Laut Medienberichten interessieren sich aktuell zwei Milliardäre aus Russland und der Ukraine für die Bank. Für Sevelda ist klar, dass man für die gerade heuer sehr erfolgreiche Bank Aval immer wieder von Interessenten angesprochen werde. Ob man verkaufen werde, wenn der Preis stimmt? "Kann ich nicht sagen". Das Umfeld werde permanent geprüft. "Natürlich führen wir auch Gespräche." "Ich schließe in bestimmten Märkten einen Exit nicht aus", sagte der RBI-Chef.

In Ungarn will Sevelda hingegen bleiben, trotz aller Widrigkeiten in dem Markt. "Da ist viel Herzblut drin." Für die RBI habe die Bankpräsenz im benachbarten Ungarn "zweifellos einen höheren Stellenwert als die Ukraine." In der Ukraine beschäftigt Raiffeisen rund 13.500 Mitarbeiter. In dem Markt liegt der Anteil fauler Kredite bei etwa einem Drittel aller Ausleihungen (Non Performing Loans/NPL-Quote).

Erst vor wenigen Monaten hat die Erste Group ihre Ukraine-Tochter verkauft. In der UniCredit in Mailand wird ebenfalls ein Verkauf der von der Bank Austria aus gesteuerten ukrainischen Tochter Ukrsotsbank erwogen.

Rumänien ist für die RBI dagegen Wachstumsmarkt, wie fünf andere Märkte (Russland, Polen, Tschechien, Slowakei und Österreich). Im März wurde von der Citibank in Rumänien ein Privatkundenportfolio übernommen, im Leasing gab es auch einen Zukauf. "Wir wachsen hier im wesentlichen organisch, aber auch durch Zukäufe und Kooperationen", sagte Sevelda in Bukarest. Dass Raiffeisen mit knapp 11 Prozent NPL-Ratio (Anteil fauler Kredite) in Rumänien nur etwa halb so hoch liege wie die Konkurrenz, wird vor Ort damit begründet, dass man früher als die Konkurrenz mit Vorsorgen begonnen habe. Aber auch prominente Großfinanzierungen wie OMV/Petrom bessern hier die Basis auf.

Die Rumänien-Tochter hat wie die meisten anderen Osttöchter einen kräftigen Personalabbau hinter sich. Hier waren zum Halbjahr 5.246 Leute in 526 Filialen tätig. Der Chef der Raiffeisen Bank Romania, Steven van Groningen, ordnet seine Bank am rumänischen Bankenplatz auf Platz vier beim Bilanzvolumen ein, aber auf Rang eins beim Ertrag. Es habe auch in der Finanzkrise keinen einzigen Monat mit einem Verlust gegeben, sagte er.

Sevelda sieht, wie er bekräftigte, "keinen Grund, einen besonderen Stress in Richtung einer Kapitalerhöhung zu entwickeln." Dies sei eine Option und bleibe eine Option. Zur raiffeisen-internen Diskussion um Dividendenkürzungen zugunsten eines Kapitalaufbaues sagte Sevelda, "wir sind ein Dividendenpapier und damit gut gefahren. Dabei soll es bleiben". Mit der Implementierung des dreijährigen Sparprogramms wurde indes begonnen. Einiges einsparen sollen u.a. länderübergreifende Zusammenlegungen von Operations- und Call-Center-Einheiten. Wieviele Stellen dem Sparkurs zum Opfer fallen werden wird frühestens bei Vorlage der Quartalszahlen umrissen werden.

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