RBI: 842 Millionen Euro Gewinn und eine mögliche Kapitalerhöhung

RBI: 842 Millionen Euro Gewinn und eine mögliche Kapitalerhöhung

Der Vorsteuergewinn der RBI lag wieder über der Milliardenschwelle: Nach drei Quartalen wies der Konzern einen Periodenüberschuss vor Steuern von 1,115 Mrd. Euro aus, das waren 8,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Das dritte Quartal lief aber deutlich schwächer, hier sank der Nettogewinn im Quartalsvergleich um 11,5 Prozent auf 141 Mio. Euro.

RBI-Chef Herbert Stepic sprach in einer Mitteilung Mittwochfrüh von einem "ansprechenden Ergebnis" nach drei Quartalen, gerade mit Blick auf das schwache Wirtschaftswachstum in Europa, die Kapitalstärkungsmaßnahmen und die niedrigen Zinsen. Zum Ausblick hieß es, dass wegen der Konjunktur die Lage in einigen Märkten "angespannt" bleibe. "Für die nächsten Monate ist daher ein leichter Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite zu erwarten, vor allem getrieben durch höhere Ausfälle in Ungarn, aber auch in den südosteuropäischen Ländern." Das Geschäftsvolumen wird im Gesamtjahr als "stabil" beschrieben.

Durch die Bankensteuern in Österreich und Osteuropa werde das RBI-Ergebnis heuer mit 160 Mio. Euro belastet. Weiterhin eine "Option" bleibt eine Kapitalerhöhung, abhängig von den Märkten, so die RBI in ihrer Quartalsmitteilung. Der Funding-Bedarf 2012 sei gedeckt.

Im Neunmonatsergebnis waren Sondereffekte von 272 Mio. Euro enthalten, die im ersten Quartal gebucht worden waren. Negativ schlugen im jetzigen dritten Quartal u.a. Bewertungsverluste aus Fremdwährungsswaps in der Konzernzentrale und in Ungarn zu Buche.

Nach neun Monaten war der Zinsüberschuss um knapp 5 Prozent geringer, das Handelsergebnis sank um 25 Prozent, während das Provisionsergebnis nur marginal rückläufig war. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen bis September insgesamt auf 623 Mio. Euro, ein Rückgang um 20 Prozent oder 158 Millionen. Vorerst nicht mehr so viel zur Seite zu legen war für Kredite in Ungarn (minus 226 Mio. Euro). Ein Anstieg in Polen lag an der Erstkonsolidierung der jüngsten Tochter, der Polbank. In der Slowakei, Rumänien, Polen, China und der Konzernzentrale Wien hätten diverse Einzelfälle für Neudotierungen gesorgt.

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